Studie: TV-Konsum steigt weiter

Trotz der zunehmenden Konkurrenz neuer Medienangebote verbringen die Menschen Jahr für Jahr mehr Zeit vor ihren Fernsehschirmen. Das zeigt die Studie Television - International Key Facts von IP Network und RTL Group. Die neue Ausgabe befasst sich mit den Fernsehtrends und Zuschauerzahlen des Jahres 2011.

In der EU wird demnach weiterhin kräftig ferngesehen: Mit 230 täglichen Fernsehminuten konnte der Rekordwert des Jahres 2010 um zwei Minuten übertroffen werden. Damit lag die durchschnittliche Sehdauer in der EU über der weltweiten Sehdauer von 196 Minuten, die von Médiamétrie ermittelt wird. Die tägliche Sehdauer stieg innerhalb eines Jahres in zwölf von 26 EU-Ländern: Die größten Zuwächse verzeichneten Frankreich (+15 min / 227 min), Irland (+13 min / 205 min), Tschechien (+9 min / 197 min) und Portugal (+9 min / 219 min). Mit 286 Minuten täglicher Fernsehzeit erreichten die Ungarn den Höchstwert. Es folgten Griechenland mit 268 Minuten und Rumänien mit 257 Minuten. Deutschland verbesserte sich mit 225 Minuten um zwei Minuten im Vergleich zum Vorjahr. Weltweit landeten die Serben (308 min) vor den USA (290 min) und den Mazedoniern (288 min). Die steigenden Zuschauerzahlen ließen auch die TV-Werbeausgaben ansteigen und stärkten das Fernsehen als wichtigstes Medium für die Werbungtreibenden. In der EU erhöhten sich die TV-Werbeausgaben um ein Prozent.

Nahezu jeder EU-Haushalt (97,4 %) verfügte 2011 über einen Fernseher; in mehr als jedem zweiten (61,2 %) befand sich mindestens ein zusätzliches Gerät. In 69,2 Prozent der EU-Haushalte findet man inzwischen Flachbildschirme (+14,6 Prozentpunkte). 62,5 Prozent der EU-Zuschauer konnten ihre Fernsehbilder im vergangenen Jahr in HD-Qualität genießen (+17 Prozentpunkte). Erstmals tauchte Connected-TV, der internetfähige Fernseher, in der Gerätestatistik auf: 9,2 Prozent der Haushalte waren Early Adopter. Die Vorreiter der modernen TV-Technik sind die Luxemburger (81 % HDTV / 16,7 % Connected-TV), Norweger (80,3 % HDTV / 18,7 % Connected-TV) und Dänen (76,8 % HDTV / 17 % Connected-TV). Das Fernsehgerät befindet sich in guter Gesellschaft: Die Verbreitung von DVD-Playern lag 2011 bei 77,9 Prozent, die von Digital-Video-Rekordern bei 23,3 Prozent und von Blu-Ray-Playern bei 8,2 Prozent.

Deutschland lag bei der Geräteausstattung im Mittelfeld mit 68,1 Prozent Flachbildschirmgeräten, 61,4 Prozent HD-Geräten, 11,6 Prozent internetfähigen Fernsehern, 72,9 Prozent DVD-Playern, 21,2 Prozent DVRs und 8,3 Prozent Blu-Ray-Playern. Unabhängig vom Verbreitungsweg konnten 81,3 Prozent der EU-Europäer 2011 digitales Fernsehen schauen. In 10 der 26 betrachteten EU-Länder wurden noch analoge Signale verbreitet. 2013 steht die Umstellung in Mazedonien, Polen und Island bevor.



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(vs) 03.07.2012


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