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Media-Analyse: Aktuelle Magazine verlieren Reichweite


Die Zeitschriftennutzung in Deutschland nimmt nach der heute veröffentlichten ma 2013 Pressemedien I leicht von 92,7 (ma 2012 Pressemedien II) auf 92,2 Prozent ab. Auch im langfristigen Vergleich ist nur ein geringer Rückgang der Reichweiten zu spüren: Damit haben die Publikumszeitschriften in den letzten acht Jahren 2,1 Prozentpunkte ihrer Reichweite eingebüßt (ma 2004 Pressemedien II: 94,3 Prozent). Längerfristige Vergleiche sind aufgrund eines Methodenwechsels im Jahr 2003 nicht möglich.

Trotz des insgesamt langsamen Rückgangs gibt es in der aktuellen ma zahlreiche Verlierer. Dazu gehören u.a. aktuelle Wochenmagazine wie 'Stern' (minus 8 Prozent zur MA 2012 Pressemedien II) und 'Focus' (minus 9 Prozent). Die Reichweite des 'Spiegel' sinkt lediglich um 1 Prozent. 'Bild am Sonntag' verliert 5 Prozent. Gewinnen konnten hingegen einzelne Programmtitel wie 'tv 14' und 'tv Hören + Sehen'. Auch 'TV direkt', 'Funk Uhr' und 'tv pur' legten zu.

Insgesamt ist in der ma ein verändertes Mediennutzungsverhalten der Menschen feststellbar. Publikumszeitschriften haben in den vergangenen Jahren zwar kaum Reichweite eingebüßt, die Titel werden jedoch selektiver genutzt.

"Bei einem immer breiteren Medienangebot entscheidet die Relevanz eines Titels darüber, ob er im Relevant Set des Lesers einen festen Platz behält. Das gilt für alle Zeitschriftensegmente gleichermaßen", sagt Christian Goedecke (Foto), Vorstand Publikumszeitschriften der agma: "Die nach wie vor hohe Nutzung von Publikumszeitschriften belegt eindrucksvoll, dass Zeitschriften das Potenzial haben, sich im stürmischen Umfeld sprunghaft wachsender Medienangebote nachhaltig zu behaupten. Umso wichtiger, wird es zukünftig sein, durch einen umfassenden Blick auf crossmediale Reichweiten in der ma Intermedia der agma die Stärke der Publikumszeitschriften – auch als Dachmarken – herauszustellen."

Die am stärksten genutzten Gattungen sind nach wie vor die Programmzeitschriften (von 62,6 Prozent der über 14-Jährigen), gefolgt von der Gattung der Aktuellen Zeitschriften/Magazine zum Zeitgeschehen (45,7 Prozent). Diese beiden größten Segmente verlieren leicht um 0,4 respektive 1,7 Prozentpunkte.



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() 23.01.2013


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