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AZ-Verkauf: BJV kritisiert Verleger Martin Balle

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Der Straubinger Verleger Martin Balle und der Münchner Anwalt Dietrich von Boetticher übernehmen zum 1. Juli die Münchner 'Abendzeitung'. Nur jeder vierte der rund 100 Mitarbeiter soll ein Angebot zur Weiterbeschäftigung erhalten. Die meisten Angestellten wechseln zum 30. Juni in eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft. Die neue Abendzeitung soll künftig Teile des Mantels von Balles Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung zugeliefert bekommen. In München soll es nur noch eine Lokalredaktion, ein Feuilleton und möglicherweise eine Sportredaktion geben.

Der Bayerische Journalistenverband BJV kritisiert das Vorgehen. Mit der "Rettung" der Münchner 'Abendzeitung' würden "eigene wirtschaftliche Interessen Balles und die der Gläubiger befriedigt. Diese Rettung wird ausschließlich auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen. Die über 100 Beschäftigten lässt man im Regen stehen", so BJV-Geschäftsführerin Jutta Müller. "Der Insolvenzverwalter hat die Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft gedrängt. Nun können wenige Mitarbeiter zu günstigen Bedingungen und ohne Rücksicht auf Kündigungsschutz oder soziale Belange eingestellt werden. Die übrigen stehen vor dem Nichts."

Ein weiterer Kritikpunkt lautet: Wenn der Mantel aus dem konservativen 'Straubinger Tagblatt' übernommen und wie angekündigt ein neues 'Boulevard-Heimatblatt' mit Familien als Zielgruppe geschaffen werde, gehe damit ein weiteres Stück traditioneller Münchner Zeitungsvielfalt verloren, meint der BJV-Vorsitzende Michael Busch: "Nun droht dem Leser als Kost konservativer Einheitsbrei anstelle von frechem und links-liberalen Boulevard-Journalismus."



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() 19.06.2014


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