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Deutsches Anleger Fernsehen stellt Insolvenzantrag


Der Finanzfernsehsender DAF Deutsches Anleger Fernsehen stellt Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Der Sender wird nach Angaben der Betreiber restrukturiert und soll in den kommenden Monaten von einem frei über Satellit empfangbaren TV-Sender in einen Internet-TV-Sender und TV-Produktionsfirma umgewandelt werden. Einhergehend mit der Restrukturierung verlagert sich der Fokus des Unternehmens auf eine finanzinteressierte und gleichzeitig internetaffine Zielgruppe. Das Programmangebot wird wie bisher aus eigenproduzierten Börsensendungen bestehen, mit dem Ziel einer vollumfänglichen Finanzberichterstattung. "Möglichst viele der 39 Arbeitsstellen sollen erhalten werden", heißt es. Das DAF ist eine Tochter der Börsenmedien AG um Medienunternehmer Bernd Förtsch.

Die Gründe, die zu dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens führten, seien komplex, so das DAF. Insbesondere die mit der Distribution über Satellit verbundenen hohen Fixkosten belasteten die Ergebnisseite und führten zu erheblichen Verlusten. Die Ausgaben konnten durch Werbeeinnahmen nicht in einem befriedigenden Maß kompensiert werden. "Unsere TV-Werbeumsätze sind aufgrund des schwierigen Umfeldes unter den Erwartungen geblieben“, sagt DAF-Vorstandsvorsitzender Dr. Conrad Heberling. Zudem spürte der Sender die zunehmend stärker werdende Regulierung bei den vor allem aus der Finanzindustrie stammenden Kunden. "Zahlreiche Anbieter aus der Finanzbranche verzichteten aufgrund immer strengerer Auflagen gänzlich auf Werbung“, so Heberling weiter.

Die wirtschaftliche Verfassung des Senders verschlechterte sich im Januar 2015 erheblich, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) überraschend den Mindestkurs für den Franken aufhob. Im Verlauf der einsetzenden Marktturbulenzen geriet ein wichtiger Werbekunde des Unternehmens in Schieflage und musste Insolvenz anmelden. Zum Vorstand für die Restrukturierung wurde der Berliner Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma bestellt. Seine Aufgabe ist es, sich schnell einen Überblick über die Abläufe im Unternehmen zu verschaffen. Der Sendebetrieb läuft vorerst weiter. Die Vorstände Dr. Conrad Heberling (Vorsitzender) und Mick Knauff legen zum 6. März 2015 ihr Amt als Vorstand des DAF Deutsches Anleger Fernsehen nieder.



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() 06.03.2015


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