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ARD und ZDF begrüßen Reform des Telemedienauftrags

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Die Ministerpräsidentenkonferenz hat in Berlin eine Neufassung des Telemedienauftrags beschlossen. Danach dürfen bei den Online-Angeboten von ARD, ZDF und Deutschlandradio Texte nicht im Vordergrund stehen. Der Schwerpunkt soll vielmehr auf Bewegtbild und Ton liegen. Die bisherigen Regeln waren in der Medienbranche umstritten. Vor allem die Zeitungs- und Magazinverlage sahen ihr Geschäftsmodell durch umfangreiche Textangebote der Öffentlich-Rechtlichen im Netz gefährdet. Die Ministerpräsidenten beschlossen außerdem, dass die so genannte Sieben-Tage-Regel, die bislang die Verfügbarkeit von Sendungen in den Mediatheken begrenzt, fallen wird.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut sagt zur Reform des Telemedienauftrags: "Die Einigung der Ministerpräsidenten über einen neuen Telemedien-Auftrag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine digitale Medienordnung. Die Herausforderungen der Zeitungen und Zeitschriften habe ich immer verstanden. Sie müssen ihre Produkte digital anbieten, obwohl im Netz nur wenig Bereitschaft besteht, dafür auch zu zahlen. Die beitragsfinanzierten Rundfunkanstalten sollten den Verlagen den Freiraum für neue Geschäftsmodelle lassen - im gemeinsamen Interesse der Qualitätsmedien. Wir haben unser Onlineangebot deshalb immer stärker auf unsere Videoplattform, die ZDFmediathek, und ein kompaktes Nachrichtenangebot, die heute.de, konzentriert. Das war ein Prozess, der durchaus schwierig war. Ganz ohne Text geht es natürlich nicht. Jüngere Menschen informieren sich heute überwiegend im Netz. Deshalb ist es wichtig, dass wir dort passende, neue Formen für journalistische Angebote ausprobieren und anbieten dürfen – zum Beispiel vor Wahlen. Sonst können wir unseren Auftrag für die Gesellschaft mittelfristig nicht mehr erfüllen. Wir, die Öffentlich-Rechtlichen und die Presse, haben gemeinsame Interessen, Werte und Ziele. Wir stehen für Qualität, Vielfalt und Verantwortung. Wir betreiben professionellen Journalismus. Mit der Einigung, die wir jetzt erreicht haben, können wir alle künftig leben und arbeiten."

Der ARD-Vorsitzende und Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, erklärt: "Nach langem Ringen ist es gelungen, den Telemedienauftrag zu modernisieren. Unser Ziel ist, den Erwartungen der Menschen an eine zeitgemäße Mediennutzung nachzukommen. Wir haben die Möglichkeit, unser Mediatheken-Angebot zu verbessern, insbesondere durch europäische Lizenzproduktionen zu ergänzen und die Verweildauern zu verlängern. Bewegtbild und Ton sollen den Schwerpunkt unserer Angebote bilden, Text wird weiter zulässig sein. Natürlich mussten alle Beteiligten Zugeständnisse eingehen. Am Ende macht die Einigung der Länder aber den Weg frei, uns gemeinsamen Herausforderungen in einer sich rasant verändernden Medienwelt zu stellen."



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() 14.06.2018


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