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Deutsche Sportverbände diskutieren über 'Sportwetten'

%%%Deutsche Sportverbände diskutieren über 'Sportwetten'%%%
Am 22. August treffen sich die deutschen Sportverbände in Frankfurt am Main, um über Thema 'Sportwetten' zu sprechen. Für den Fußball nehmen Dr. Theo Zwanziger, Geschäftsführender Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), und Ligaverbands-Präsident Werner Hackmann teil. Die Fachverbände werden durch Schwimm-Präsidentin Christa Thiel vertreten, die Landessportbünde durch Ekkehard Wienholtz (Schleswig-Holstein) und DOSB-Vize Walter Schneeloch. Es geht dann um die zentrale Frage, wie der Sport die ihm aus dem gesamten Glücksspiel-Bereich zufließenden Mittel künftig noch sichern kann. Zuletzt waren das 530 Millionen Euro pro Jahr.

Bereits in der Vergangenheit hatten der DFB und die DFL eine Liberalisierung des Sportwetten-Marktes vorangetrieben, um zusätzliche Mittel für den Profi- und Breitensport zu generieren. In einem liberalisierten Sportwettenmarkt stünde auch einer weiteren engen Zusammenarbeit mit dem staatlichen Anbieter Oddset nichts im Wege, so DFB und DFL. Allerdings setze dies voraus, dass Oddset am Markt agieren kann und nicht von den Ministerpräsidenten zu einem reinen Spielsuchtbekämpfungs-Unternehmen reduziert werde, so die Verbände.
In diesem Zusammenhang schlägt die gemeinsame Arbeitsgruppe 'Sportwetten' von DFB und Ligaverband vor, den Landesverbänden und deren Vereinen zu empfehlen, vorliegende Kooperationsangebote von Sportwetten-Anbietern, die über eine Konzession eines EU-Mitgliedsstaates verfügen, anzunehmen. "DFB und Liga verurteilen die Doppelmoral der Landesregierungen und werden den Vereinen, die von staatlicher Seite nach jahrelanger Tolerierung nun plötzlich mit Untersagungsverfügungen überzogen werden, jegliche Unterstützung zuteil werden lassen", erklären die Verbände. Für den Beschluss der Ministerpräsidenten-Konferenz der Länder hätten sie kein Verständnis. Dabei bleibt insbesondere die Frage offen, inwieweit die Umsetzung verfassungskonform und vereinbar mit dem europäischen Recht sei.


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(red) 18.08.2006


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