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Agenturklima (2019 Q2): Agenturen erwarten schwaches Wachsstum im zweiten Halbjahr 2019

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Abkühlende Stimmung: Die Agenturentscheider erwarten gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 nur eine leichte Verbesserung bei Umsatz und Honorar für das weitere Geschäftsjahr. Mit einem Indexwert von sieben liegt die Einschätzung hinter den Vorjahres-Befragungsergebnissen
Abkühlende Stimmung: Die Agenturentscheider erwarten gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 nur eine leichte Verbesserung bei Umsatz und Honorar für das weitere Geschäftsjahr. Mit einem Indexwert von sieben liegt die Einschätzung hinter den Vorjahres-Befragungsergebnissen

Die Stimmung weiter angespannt: Wie das europäische Statistikamt Eurostat Anfang August mitteilte, habe sich die Wirtschaft in der Euro-Zone weiter verschlechtert. In der Folge legte das europaweite Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni 2019 nur noch um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Auch für den hiesigen Markt erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit Sitz in Berlin kaum mehr als eine Stagnation.

Honorare leicht über Erwartung

Bei der deutschen Werbeindustrie zeichnet sich ebenfalls ein gemischtes Stimmungsbild: Die von 'new business' und Marktforscher GESS im Juli befragten Agenturentscheider gehen in ihrer Prognose für das zweite Halbjahr 2019 von einem hauchdünnen Wachstum gegenüber dem Vorjahr aus. Obwohl sich die Konjunkturaussichten seit Monaten verschlechtern, lief das Geschäft im ersten Halbjahr 2019 aus Sicht der Agenturen hierzulande gut, wie die die Ergebnisse des Agenturklimas zeigen: Auf einer Skala von -50 ("sehr viel schlechter") bis 50 ("sehr viel besser") betrug der Index-Wert auf die Frage "Gemessen an Ihren Erwartungen, wie verlief das erste Halbjahr 2019 hinsichtlich Umsatz/Honorar?" fünf Punkte und schnitt damit noch etwas besser ab, als von den 177 online befragten Agenturmanagern angenommen. Die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl lag ebenfalls noch im positiven Bereich (Indexwert: 2).

Allerdings folgt auch das Agenturklima einem konstanten Abwärtstrend – in der Vorjahresbefragung wurde die Geschäftslage noch besser bewertet. Dr. Michael Kausch beispielsweise, Inhaber und Geschäftsführer der auf PR, Social Media Marketing und Inbound Marketing spezialisierten Münchner Agentur Vibrio, berichtet zur aktuellen Entwicklung: "Wir haben im letzten Quartal einige Budgetstornierungen aus den Bereichen Automotive und Maschinenbau registrieren müssen. Hier zeigt sich bereits eine Verunsicherung im Hinblick auf das allgemeine Geschäftsklima. Ein größeres Budget ist nach erfolgreichem Pitch durch die Insolvenz des ausschreibenden Unternehmens nicht zustande gekommen. Zwei andere Unternehmen haben ihre Budgets aus wirtschaftlichen Gründen komplett storniert." Im Leistungsbereich Inbound Marketing hingegen, also der Verbindung aus Content Marketing mit Methoden der Marketingautomation, verzeichnete die Agentur laut Kausch einen Nachfrageanstieg in den letzten Monaten.

Leichtes Wachstum in der zweiten Jahreshälfte

Beim Blick auf das zweite Halbjahr lässt der Index für Umsatz und Honorar (7) sowie Anzahl Mitarbeiter (5) auf einen – wenn überhaupt – seichten Jahresendspurt hoffen. Auch hier liegen die Befragungswerte der Agenturentscheider leicht hinter der Einschätzung aus der Vorjahresbefragung zurück. Auffällig: Die Manager aus inhabergeführten Agenturen sind gegenüber ihren Kollegen aus den Networkagenturen etwas positiver gestimmt. Beim Online Marketing-Spezialisten Finc3 Marketing Group mit Hauptsitz in Hamburg rechnet Geschäftsführer Jan Bechler nach einem Umsatzplus von 38 Prozent im Geschäftsjahr 2018 auch in 2019 mit einem Anstieg zwischen 40 und 50 Prozent: "Für unser E-Commerce-Geschäft ist das starke Wachstum von Amazon und insbesondere Amazon Advertising der größte Wachstumshebel. Gleichzeitig sehen wir aber, dass neben Amazon auch andere Retail Media Kanäle für viele unserer Kunden an Bedeutung gewinnen."

Bei K12 mit Sitz in Düsseldorf lagen die Umsätze der Kommunikationsberatung im ersten Halbjahr 2019 über dem Vorjahresergebnis. Geschäftsführerin Britta Neisen sieht auch für 2019 weiteres Wachstum: "Dies liegt sowohl an neuen Kunden als auch an der Projektentwicklung bei unseren Bestandskunden. Wir merken, dass Kommunikation nicht mehr an den Grenzen der Kommunikationsabteilung halt macht, sondern auch andere Unternehmensbereiche wie Human Ressources oder IT direkt Verantwortung für ihre Kommunikation übernehmen."

Die vollständigen Ergebnisse des Agenturklimas stehen den Abonnenten von 'new business' sowie Umfrage-Teilnehmern exklusiv zur Verfügung.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 33/2019 'new business'. Zur Heftbestellung



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(to) 13.08.2019


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