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WPP bündelt ihr Produktionsangebot in einer Unit - Foto: WPP Productions

Aus Hogarth wird WPP Productions

Die internationale Werbeholding WPP fasst ihr Produktionsangebot per heute in WPP Productions zusammen. Das teilte die in London ansässige Werbeholding gestern mit. In diesem Zusammenhang wird die Hogarth auch ihren Namen einbüßen und in der neuen Konstellation aufgehen. CEO von WPP Productions wird Richard Glasson, der seit Januar 2011 in gleicher Position von Hogarth Worldwide tätig ist.

Das Ziel der neuen Einheit soll, wie WPP-CEO Cindy Rose am 22. Januar 2026 in einer Townhall und kurze Zeit später offiziell mitteilte, sein, die bislang eher dezentral agierenden Produktionseinheiten des Werbenetzwerkes auf einer Plattform zusammenzuführen. Außerdem sei geplant, aufbauend auf dem Netzwerk der Hogarth Studios und der kürzlich erfolgten Eröffnung eines großen Studios für Contentaufzeichnung und virtuelle Produktion in London, weltweit mehrere Studio-Standorte einzurichten, um einen jederzeitigen Zugang zu modernsten Einrichtungen zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang ist von global mehr als 40 Standorten die Rede. Wo die sein werden, ist – außer, dass das Headquarter in London angesiedelt wird – bislang offen.

Es kann aber davon ausgegangen werden, dass Deutschland nicht leer ausgeht. Immerhin sitzt hier, unter dem Dach von Scholz & Friends in den Hamburger Zeisehöfen, die Hogarth Worldwide GmbH. Nebulöser ist da eher, was aus den Produktionseinheiten der zur WPP-Gruppe gehörenden Agenturen, wie beispielsweise Ogilvy, VML, Scholz & Friends, die Hirschen Group, Thjnk und Loved sowie Syzygy wird.

WPP Open als zentrales Element

Als Hauptgrund für die Konzentration der Produktionseinheiten in WPP Production, die WPP-Angaben zufolge zur größten Produktionssparte des Kreativbereichs im WPP-Kosmos ausgebaut werden soll, nennt Cindy Rose die Einbindung in das KI-Angebot WPP Open. „Die Gründung von WPP Production ist ein Meilenstein unserer strategischen Vision, unsere Dienstleistungen zu integrieren, um unseren Kunden den Zugang zum gesamten Leistungsspektrum von WPP zu erleichtern. In einer sich schnell verändernden Landschaft, in der Inhalte eine zentrale Rolle spielen, wird WPP Production die treibende Kraft sein, die es uns ermöglicht, für unsere Kunden ein zuverlässiger Wachstumspartner zu sein. Dabei geht es darum, einen außergewöhnlichen Mehrwert zu bieten und neue Maßstäbe für die Qualität und den Umfang der Content-Produktion weltweit zu setzen“, so Rose.

Wie das am Ende aussehen soll, lässt sie bislang offen. Es ist aber davon auszugehen, dass Rose ihre detaillierten Pläne über die Zukunft der Werbeholding Ende Februar im Rahmen des Investorentags offenbart. Fest in diesem Zusammenhang dürfte stehen, dass die Konsolidierung der Produktionseinheiten weiterreichende Folgen als lediglich die Umbenennung zu WPP Productions haben wird. Spekuliert wird neben der reinen Zusammenlegung von Einheiten auch darüber, dass Teilbereiche verkauft oder eingestellt werden. Denn klar ist, wenn die frühere Microsoft-Managerin Rose es nicht schafft das Ruder rumzureißen, könnte es düster für WPP und damit auch für Cindy Rose aussehen. Im Jahr 2025 ging der Börsenwert der Holding um gut 60 Prozent nach unten. Und auch im ersten Monat 2026 befand sich die WPP weiter auf Talfahrt und sackte nochmals um knapp 6,5 Prozent ab. Aktuell ist die Werbeholding noch 3,46 Milliarden Pfund wert.