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Foto: Aerps.com/Unsplash

Vertrauen und Qualität bestimmen Haltung zu KI-Werbung

Wie Werbung in KI‑Chatbots wahrgenommen wird, hängt stark von Vertrauen und der erwarteten Antwortqualität ab. Das zeigt eine neue Erhebung der Crossvertise GmbH, München, unter 102 Unternehmensvertreter:innen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Monetarisierungsmodelle in KI‑Systemen auf klare Akzeptanzgrenzen stoßen.

Die Mehrheit der Befragten nutzt KI‑Chatbots wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini regelmäßig. Grundsätzlich wird Werbung nicht abgelehnt, allerdings nur in bestimmten Nutzungsszenarien. In kostenlosen Modellen halten 58 Prozent Anzeigen für akzeptabel. Sobald jedoch ein kostenpflichtiges Angebot vorliegt, kippt die Stimmung: In günstigen Paid‑Varianten lehnen 70 Prozent Werbung ab. Für viele gilt Werbung damit als legitimer Ausgleich für kostenlose Nutzung, nicht aber als Bestandteil eines bezahlten Produkts.

Auch bei der Ausgestaltung zeigen sich klare Präferenzen. Am ehesten akzeptiert werden Anzeigen, die klar als Werbung erkennbar sind und außerhalb der eigentlichen Antwort erscheinen. Deutlich kritischer bewerten die Befragten integrierte Produktempfehlungen oder Kaufoptionen innerhalb der Antwort. Ein Teil der Teilnehmenden lehnt Werbung in KI‑Chatbots grundsätzlich ab.

Besonders relevant ist der Einfluss auf Vertrauen und Qualität. Rund 60 Prozent gehen davon aus, dass Werbung das Vertrauen in KI‑Antworten mindern würde. 64 Prozent erwarten qualitative Einbußen. Beide Einschätzungen hängen eng zusammen: Wer schlechtere Antwortqualität befürchtet, zeigt auch geringere Bereitschaft, Werbung zu akzeptieren.

Trotz dieser Vorbehalte sehen Unternehmen Potenzial im neuen Werbekanal. 82 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass KI‑Chatbots künftig eine Rolle in der Mediaplanung spielen. 51 Prozent würden Werbung dort zumindest testen. Ein Drittel wäre bereit, bestehende Budgets umzuschichten, mehr als ein Viertel zusätzliche Mittel bereitzustellen.