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Gemeinsam an der Spitze von Holtzbrinck Media: Andrea Wasmuth, Sebastian Christensen und Stefan Buhr (li.) übernehmen zum 1. Januar 2027 die Geschäftsführung der neuen Mediengruppe - Foto: Holtzbrinck Media

Holtzbrinck Media bekommt dreiköpfiges GF-Team

Drei Häuser, eine Führung: Zum 1. Januar 2027 werden die Dieter von Holtzbrinck Medien mit Sitz in Stuttgart, die Handelsblatt Media Group mit Stammsitz in Düsseldorf und die in Berlin ansässige Tagesspiegel-Gruppe unter dem Dach der neu formierten Holtzbrinck Media zusammengeführt. Die Geschäftsführung übernimmt ein dreiköpfiges Team, wie das Unternehmen nun bekanntgab. Andrea Wasmuth wird Vorsitzende der Geschäftsführung, an ihrer Seite stehen Sebastian Christensen und Stefan Buhr.

Diese Personalie markiert einen weiteren Schritt in der Neuaufstellung der Medien-Aktivitäten von Dieter von Holtzbrinck. Wasmuth war Anfang Juni 2026 mit der Neustrukturierung der drei Häuser beauftragt worden. Sie bringt langjährige Erfahrung in der Unternehmensentwicklung und im Ausbau von Mediengeschäften mit. Seit 2020 führt sie die Handelsblatt Media Group, seit 2025 zusätzlich die Dieter von Holtzbrinck Medien.

Mit Christensen kommt ein Manager mit kaufmännischem und operativem Know-how an die neue Führungsspitze. Er gehört seit 2023 der Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group an und war zuvor als CFO tätig. Christensen kam 2019 im Zuge der Übernahme der Mehrheit an der Tochter Euroforum zur Handelsblatt Media Group.

Buhr ergänzt das Führungsteam um die Themen Vertrieb und Vermarktung. Der Manager ist seit April 2025 Geschäftsführer der Tagesspiegel-Gruppe. Zuvor war er Chief Sales Officer und Leiter Product +  Sales bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Außerdem war er von 2005 bis 2018 in verschiedenen Funktionen beim Spiegel-Verlag tätig, zuletzt als Leiter Vertriebsmarketing.

Wasmuth bezeichnet die neue Führungsstruktur als Kombination "der zentralen Perspektiven und Kompetenzen für ein modernes Medienhaus". Ziel sei es, die Voraussetzungen für die journalistischen Marken der Gruppe zu schaffen.

Tagesspiegel verliert Geschäftsführer

Parallel zur Neuordnung kommt es zu einem Wechsel an der Spitze der Tagesspiegel-Gruppe. Nicolas Köhn wird seine Tätigkeit als Geschäftsführer zum Jahresende beenden. Bis dahin soll er den Übergang in die neue Struktur begleiten. Köhn hatte die Tagesspiegel-Gruppe knapp drei Jahre geführt.

Nach Angaben des Unternehmens wurde in dieser Zeit insbesondere das digitale Geschäft ausgebaut. Der Tagesspiegel erzielt demnach inzwischen die Mehrheit seiner Erlöse durch digitale Angebote. Gleichzeitig stieg die Zahl der Tagesspiegel-Plus-Abonnements von rund 30.000 auf mehr als 50.000. Auch die überregionale Positionierung und die Reichweite der Marke wurden laut Unternehmen ausgebaut. Tagesspiegel Background entwickelte sich überdies eigenen Angaben zufolge zum Marktführer für politische Fachinformationen.

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