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Anzeigenblätter büßen Umsatz ein

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BVDA-GF Dr. Jörg Eggers erläutert die Lage (Foto: BVDA)
BVDA-GF Dr. Jörg Eggers erläutert die Lage (Foto: BVDA)

Die Anzeigenblätter haben hierzulande 2018 einen deutlichen Rückgang der Nettowerbeumsätze verbucht, und für das laufende Jahr ist ein weiteres Minus zu befürchten. Dennoch bleibt die Branche zuversichtlich. 'new business' sprach mit Dr. Jörg Eggers, Geschäftsführer beim Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter BVDA, Berlin, über die Lage im Werbegeschäft und die Zukunftsperspektiven der Gattung.

Zur Entwicklung des Werbegeschäfts sagte Eggers: "Der Werbemarkt in Deutschland stagnierte im letzten Jahr; außerdem haben sich wiederum Etats verschoben. Das bekommen wir jetzt voll zu spüren. Die Anzeigenblätter werden für 2018 einen deutlicheren Rückgang der Nettowerbeumsätze verbuchen müssen, als es die Gattung bisher gewohnt war. In den vergangenen Jahren gab es moderate Rückgänge neben vereinzelten Zuwächsen, sodass wir über einen längeren Zeitraum einen stabilen Marktanteil von 12 Prozent für unsere Gattung beziffern können – das ist die positive Nachricht. Ins laufende Jahr sind wir ähnlich mäßig gestartet wie der Werbemarkt insgesamt. Für eine Prognose auf das Gesamtjahr ist es zwar noch zu früh, allerdings werden wir auch für 2019 eher von zurückgehenden Umsätzen ausgehen müssen."

Die Wochenblatt-Verlage müssen derzeit viele schwierige Aufgaben bewältigen. Eggers erklärte: "Neben spezifischen Herausforderungen, die nur einzelne Medienhäuser betreffen, kennzeichnet die Branche vor allem die Herausforderungen im Unternehmensbereich Logistik: Stark gestiegene Personalkosten, Diesel-Fahrverbote und die Suche nach geeigneten Zustellern im Kontext des demografischen Wandels sind nur einige Beispiele, die unser Geschäftsmodell stark beeinflussen. Auf der Media-Seite ist es ein seit Jahren kaum bzw. nicht mehr wachsender Werbekuchen, der auch mit der zunehmenden Konzentration unserer Werbekunden einhergeht. Aber kein Schatten ohne Licht: Wir haben auch im vergangenen Jahr über 40 Prozent unseres NettoWerbeumsatzes mit gedruckten Prospekten verdient. In Anbetracht vieler Prognosen, die dem Prospekt bereits vor Jahren ein schnelles Ende voraussagten, ist dies bemerkenswert."

Das komplette Interview ist in der aktuellen 'new business'-Printausgabe 14/2019 erschienen. Hier bestellen.



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(vs) 01.04.2019


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