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Mobile und Social Media beflügeln den weltweiten Werbemarkt

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Frank-Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia
Frank-Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia

Werbung auf mobilen Endgeräten und in Sozialen Medien ist einer der wichtigsten Treiber für das Wachstum des weltweiten Werbemarktes in den kommenden drei Jahren. Nach einem Wachstum des globalen Gesamtmarktes von 5,1 Prozent in diesem Jahr geht es 2015 um 4,9 und 2016 um 5,6 Prozent aufwärts. Zu diesen Ergebnissen kommt ZenithOptimedia in dem aktuellen 'Advertising Expenditure Forecast'. Die Mediaagenturgruppe blickt in der Studie bis ins Jahr 2017, in dem sich das Wachstum auf 5,2 Prozent leicht abschwächen wird.

Wichtigster Treiber des weltweiten Werbemarktes ist Mobile, das zwischen 2014 und 2017 über die Hälfte der zusätzlichen Werbedollars auf sich ziehen wird. Im selben Zeitraum werden die Investitionen in mobile Werbung jährlich im Schnitt um 38 Prozent wachsen. Die Werbeinvestitionen stehen aber in keinem Verhältnis zur mobilen Mediennutzung: In den USA werden die mobilen Werbeaufwendungen in diesem Jahr 6,2 Prozent des Werbekuchens ausmachen, allerdings verbringen die Amerikaner 23,3 Prozent ihrer Zeit, in der sie Medien nutzen, an mobilen Endgeräten.

Vor allem die Sozialen Medien sind es, die der mobilen Display-Werbung Vorschub leisten. "Wer in Deutschland mobil werben will, wirbt auf Facebook", erläutert Frank-Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia. "Die großen globalen Player haben ihre gesamte Strategie inklusive Werbekonzepte dem Nutzungsverhalten ihrer Mitglieder angepasst. Es ist höchste Zeit, dass nationale Anbieter diesem Beispiel folgen und eine Mobile-First-Strategie annehmen. Sonst werden sie nicht von den Budgets profitieren, die derzeit hauptsächlich zu Facebook fließen."

Ein Comeback unter den Wachstumstreibern feiert die traditionelle Displa-Werbung. Der Grund hierfür ist die fortschreitende Automatisierung der Werbebuchung über Programmatic Buying-Plattformen. Im Jahr 2012 waren die Display-Investitionen weltweit um 14 Prozent gestiegen, 2013 um 18 Prozent, 2014 werden es 26 Prozent sein – das stärkste Wachstum seit 2007.

Das durchschnittliche Wachstum des Werbemarktes in der Eurozone liegt bei 2,0 Prozent. Die südliche Eurozone, die in den Jahren zwischen 2007 und 2013 rund 15 Prozent ihrer Werbeinvestitionen einbüßte, erholt sich 2014 und wird in den kommenden Jahren mit 5,4 Prozent über dem Durchschnitt ansteigen.

Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen und der Konflikt in der Ukraine zeigen deutliche Auswirkungen: Russlands Werbemarkt wächst dieses Jahr nur um 1,8 Prozent, für 2015 werden 1,1 Prozent prognostiziert. In der Ukraine wird der Werbemarkt sogar um 49 Prozent schrumpfen und 2015 um weitere 10 Prozent.




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(mm) 08.12.2014


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