Lesezirkel-Verband verzeichnet stabiles Geschäftsjahr 2014

Günther Hildebrand (Foto: dnv - der neue vertrieb)
Das Anzeigengeschäft der Lesezirkel-Branche verzeichnet 2014 ein leichtes Minus gegenüber 2013. Allerdings konnte der Gesamtumsatz in diesem Jahr gegenüber 2013 um ein Prozent auf 179,9 Million Euro erhöht werden. Ursache dafür ist der positive Verlauf der Zeitschriftenvermietung (160,2 Mio. Euro) und die stabile Reichweite des Lesezirkels, so Günther Hildebrand, Bundesvorsitzender im Verband Deutscher Lesezirkel (VDL).
Während die Auflage des Lesezirkels noch vor gut 25 Jahren in der IVW-Statistik unter die Rubrik "Abonnement" fiel, findet man diese seit geraumer Zeit in einer eigenen Rubrik. Hildebrand ist allerdings der Meinung, dass Lesezirkelexemplare genauso wie Abonnementexemplare genutzt werden und eine gleiche Leseintensität aufweisen.
Weitere Herausforderungen stellen sich den Lesezirkelbetrieben aufgrund der Einführung des Mindestlohns am Jahresbeginn. Dokumentationspflichten und insbesondere der Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf acht Stunden führen zu vermehrter Bürokratie und dadurch zur Verzögerung im Betriebsablauf.
Als positive Botschaft vermeldet der Lesezirkel die in Kürze beginnende Testphase der Lesezirkel-App 'My Lesezirkel'. Diese entwickelte der VDL mit Professor Alyosh Agarwal von der Hochschule Macromedia in München. Durch das Digital-Angebot soll das Zeitschriftenlesen in öffentlichen Auslagestellen in moderner Form verfügbar gemacht werden.
(ah) 22.04.2015

