Olympia-Rechte: ZDF sieht noch Chancen für Übertragungen
ZDF-Chefredakteur Peter Frey (Foto: ZDF)
Das ZDF hat trotz der Rechtevergabe an Discovery/Eurosport die Hoffnung noch nicht aufgegeben, zusammen mit der ARD über Sublizenzen Fernsehrechte für die Olympischen Spiele ab 2018 zu erwerben. "Das deutsche Publikum muss einen beträchtlichen Teil der Spiele im frei empfangbaren TV sehen können. Insofern sind wir durchaus noch im Spiel", erklärte ZDF-Chefredakteur Peter Frey in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin 'Focus'. Das Internationale Olympische Komitee hatte die Rechte im Juni an den Discovery-Konzern vergeben, zu dem die Sendergruppe Eurosport gehört.
Gegenüber den nationalen deutschen Sportverbänden, die um die Fernsehübertragungen zwischen den Olympischen Spielen fürchten, übt Frey sanften Druck aus. Als Olympiasender zeige das ZDF auch Sportereignisse, bei denen "keine große Zuschauerakzeptanz zu erwarten ist". Sie seien aber "Teil der Dramaturgie des gesamten Sportzyklus", sagte Frey dem 'Focus'. "Ich glaube, die nationalen Verbände haben, auch im Blick auf die Olympia-Bewerbung von Hamburg für 2024, großes Interesse daran, dass es eine große Bühne gibt für deutsche Spitzen-sportler – bei ARD und ZDF." Man könne schließlich ein mit Steuergeld massiv gefördertes Ereignis nicht "medial in der Nische stattfinden lassen".
(vs) 21.08.2015

