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'American Idol' trübt RTL Group-Bilanz

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Bert Habets und Guillaume de Posch, Co-Chief Executive Officers der RTL Group (Foto: RTL)

Die RTL Group hat im ersten Quartal 1,9 Prozent weniger erwirtschaftet als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt erzielte die Bertelsmann-Tochter noch 1,405 Milliarden Euro (Q1/2016: 1,432 Mrd.). Die Erlöseinbußen seien "ausschließlich" auf das Auslaufen der TV-Show 'American Idol' auf dem US-Sender Fox zurückzuführen, teilt das Unternehmen mit. Bereinigt um den Effekt von 'American Idol' legte der Umsatz der RTL Group um etwa vier Prozent zu. 'American Idol' wird bekanntlich auf den US-Sender ABC zurückkehren.

Das Ebitda der TV-Gruppe aus Luxemburg sank um 8,3 Prozent auf 264 Millionen Euro (Q1/2016: 288 Millionen Euro). Als Hauptursachen nennt RTL niedrigere Ergebnisbeiträge des Fußballklubs Girondins de Bordeaux (Groupe M6) und der Produktionsgesellschaft FremantleMedia. Die Umsatzrendite lag bei 18,8 Prozent (Q1/2016: 20,1 Prozent).

Ergebnis der Mediengruppe RTL Deutschland stabil

"Nach einem außerordentlich starken ersten Quartal 2016 mit frühen Osterfeiertagen sind wir im ersten Quartal 2017 zu einem normalen Geschäftsverlauf zurückgekehrt", erklären Bert Habets und Guillaume de Posch, Co-Chief Executive Officers der RTL Group. "Trotzdem bleibt unsere Profitabilität auf einem hohen Niveau, und wir werden weiterhin signifikant in Digital und Content investieren."

Das erste Quartal sei nicht unbedingt ein Indikator für das Gesamtjahr. Im zweiten Quartal werde der Start von 'American Gods' auf dem US-Pay-TV-Kanal Starz und auf Amazon Prime Video in mehr als 200 Regionen eine positive Auswirkung auf den Umsatz von FremantleMedia haben.

Das Ebitda der Mediengruppe RTL Deutschland lag stabil bei 168 Millionen Euro (Q1/2016: 169 Millionen Euro). Bei der Groupe M6 ging das operative Ergebnis auf 76 Millionen Euro zurück (Q1/2016: 90 Millionen Euro), bei FremantleMedia ging auf 13 Millionen Euro (Q1/2016: 19 Millionen Euro). Das Ebitda von RTL Nederland sank auf 1 Million Euro (Q1/2016: 3 Millionen Euro).

Digitalgeschäft wächst um fast 50 Prozent

Die Umsätze des Digitalgeschäfts der RTL Group (ohne E-Commerce, Homeshopping und Umsätze aus Vertriebsplattformen für Digitalfernsehen) kletterten um 48,3 Prozent auf 178 Millionen Euro (Q1/2016: 120 Millionen Euro). Der Umsatz von BroadbandTV stieg um 118 Prozent, der von StyleHaul um 100 Prozent und der von SpotX um 17 Prozent.

Die RTL Group erwartet, dass der Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin moderat wachsen wird (+2,5 Prozent bis +5,0 Prozent), hauptsächlich getrieben durch das Digitalgeschäft und die Mediengruppe RTL Deutschland. Das Ebitda für das Gesamtjahr 2017 wird voraussichtlich weitgehend stabil bleiben (-1,0 Prozent bis +1,0 Prozent).



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(mm) 11.05.2017


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