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IPI-Weltkongress diskutiert in Hamburg über Herausforderungen des Journalismus

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Bürgermeister Olaf Scholz (Foto: Senatskanzlei, Florian Jaenicke)
Bürgermeister Olaf Scholz (Foto: Senatskanzlei, Florian Jaenicke)

Die älteste internationale Organisation für Pressefreiheit, das International Press Institute (IPI), hat gestern (18.5.) seinen diesjährigen Weltkongress im Hamburger Rathaus eröffnet. Rund 300 Chefredakteure, Herausgeber und Journalisten aus aller Welt diskutieren auf der mehrtägigen Veranstaltung angesichts des grassierenden Autoritarismus über Chancen und Wege medialer Erneuerung. Der Kongress forderte u.a, die Freilassung der in der Türkei inhaftierten Journalisten wie Deniz Yücel und Kadri Gürsel, dessen Ehefrau Nazire Gürsel in Hamburg anwesend war. Zudem wurden der 'World Press Freedom Hero Award' und der 'Free Media Pioneer Award' verliehen, mit dem das IPI besondere Leistungen im Einsatz für die Freiheit der Presse ehrt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der freien Presse für Demokratien: "In Diktaturen ist die Presse ein Akklamations- und Propaganda-Apparat. Für Autokraten gibt es nur Gleichgesinnte oder Feinde. Die Einschränkung der Pressefreiheit und der Arbeitsbedingungen von Journalisten sind deshalb immer Indikatoren für eine Abkehr von demokratischer Regierungsführung." Nachdrücklich schloss sich Scholz der Forderung gegenüber der türkischen Regierung an, den Journalisten Deniz Yücel freizulassen – wie auch alle anderen unrechtmäßig inhaftierten Journalistinnen und Journalisten.

Auf einer Podiumsdiskussion erläuterten Klaus Brinkbäumer, Chefredakteur 'Der Spiegel', Alexandra Borchardt, CvD 'Süddeutsche Zeitung', Joan Chirwa, Chefredakteurin & CEO 'The Mast', Sambia, James Harding, Direktor BBC News, und Mukund Padmanabhan, Chefredakteur 'The Hindu', Indien, die Situation der Journalisten in ihren Ländern und wandten sich gegen zunehmende staatliche Restriktionen, die die Pressefreiheit gefährden.


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(vs) 19.05.2017


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