35 Prozent der Deutschen nutzen Sprachassistenten

Datensicherheit ist die größte Hürde beim Einsatz von Sprachassistenten (Grafik: Quisma)
Digitale Sprachassistenten werden in Deutschland immer beliebter: Über ein Drittel aller deutschen Konsumenten (35 %) spricht bereits regelmäßig mit Alexa, Siri & Co. Sie werden vor allem bei der Gerätesteuerung in der Küche (73 %), im Auto (72 %) oder dem Schlafzimmer (60 %) eingesetzt. Ebenfalls beliebt sind das Abrufen der Wettervorhersage (73 %) oder der Nachrichten (72 %), Musik hören (69 %) oder Wecker stellen (68 %). Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie 'Deutschland, deine Sprachassistenten', die die Duale Hochschule Baden-Württemberg im Auftrag der GroupM-Tochter Quisma durchgeführt hat.
Als weitere Verwendungsfelder hat die Untersuchung Shopping (41 Prozent) und Lebensmitteleinkauf (39 %) ermittelt. Beim Einkaufen kommen Sprachassistenten in erster Linie bei Produkten des täglichen (43 %) und mittelfristigen Bedarfs (46 %) zum Einsatz. Auch für die Informationsrecherche vor dem Einkauf nutzen etwa 40 Prozent ihren Sprachassistenten
In der Beliebtheitsskala der Deutschen steht Alexa ganz weit oben: Amazons Sprachassistent wird von 43 Prozent genutzt, gefolgt von Google Assistent (25 %), Siri (20 %) und Cortana (9 %). Mehr als ein Drittel verwenden ihren Sprachassistenten mehrmals pro Woche (38 %) oder sogar täglich (34 %). Den größten Vorteil sehen sie dabei vor allem darin, nicht mehr selber tippen zu müssen (70 %) sowie freihändig kommunizieren (59 %) und gleichzeitig mehrere Dinge erledigen (49 %) zu können.
Knapp jeder Vierte (23 %) empfindet Alexa & Co. sogar geeignet, um mittels Stimme Überweisungen zu tätigen. Insgesamt finden es 28 Prozent der Nutzer hilfreich, dass Sprachassistenten weniger, aber dafür umso relevantere Suchergebnisse liefern.
Allerdings stehen viele Deutsche dem Sammeln, Speichern und Auswerten von Nutzerdaten durch die Sprachsysteme skeptisch gegenüber. 38 Prozent aller Nichtnutzer und 22 Prozent der Nutzer von Sprachassistenten empfinden die Dateneingabe via Sprachassistent als unsicher. Jeder Fünfte Deutsche (20 %) möchte seinem Sprachassistenten daher möglichst keine persönlichen Daten zur Verfügung stellen. 43 Prozent befürchten sogar, dass der Sprachassistent persönliche Gespräche abhören und speichern könnte.
Mehr als jeder zweite Nichtnutzer (57 %) würde erst dann auf Sprachassistenten zurückgreifen, wenn die Datensicherheit gewährleistet ist. Knapp jeder Dritte (32 %) könnte sich zudem vorstellen, einen Sprachassistenten zu nutzen, wenn sie günstiger wären.
An der repräsentativen Online-Befragung nahmen 1.065 Personen teil.
(mm) 30.08.2018

