Display-Werbung: Sichtbarkeitsrate bricht im Weihnachtsgeschäft ein

Im Gegensatz zur Display-Werbung ist die Sichtbarkeit von Video Ads auf einen neuen Höchsstand angestiegen (Grafik: Meetrics)
Zum Jahresende ist die Sichtbarkeitsrate von Display-Werbung in Deutschland signifikant zurückgegangen: Im vierten Quartal 2018 sank die Viewability auf 55 Prozent. Im europäischen Vergleich lag Deutschland damit knapp unter dem Durchschnitt (58 Prozent). Im dritten Quartal lag die Sichtbarkeitsrate noch bei 62 Prozent. Das zeigt die aktuelle Analyse des Ad Verification Anbieters Meetrics.
Bis auf Frankreich (+5 Prozentpunkte auf 63 Prozent) verzeichneten alle erfassten Märkte Einbußen in der Sichtbarkeit: Besonders Italien (-7 Prozentpunkte auf 45 Prozent) erfährt einen starken Rückgang. In Großbritannien (-2 Prozentpunkte auf 57 Prozent) und der Schweiz (-2 Prozentpunkte auf 53 Prozent) waren die Auswirkungen geringer.
Philipp von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics, sagt: "Der Rückgang in der Viewability sieht dramatisch aus, lässt sich aber saisonbedingt erklären. Im Weihnachtsgeschäft wollen viele Unternehmen ihre Ads platzieren, allerdings sind die Premium-Slots natürlich begrenzt. Wird dann nicht mit Ad Verification Maßnahmen gegengesteuert, landet Branding-Werbung häufiger auf Werbeplätzen, wo sie keine Sichtbarkeit und Wirkung erzielt und die Viewability Rate sinkt."
Die Sichtbarkeitswerte für Video Ads haben im vierten Quartal dagegen in Deutschland noch einmal deutlich zugenommen: Mit 81 Prozent ist die Viewability um 7 Prozentpunkte höher als im vorausgegangenen Quartal und erreicht einen Jahreshöchstwert. Damit liegt der deutsche Onlinewerbemarkt bei den Sichtbarkeitswerten für Video Ads erneut deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 56 Prozent.
(mm) 17.01.2019

