ProSiebenSat.1: Tschechischer Milliardär verkauft größeres Aktien-Paket

Im Spätsommer 2019 hatte der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky, der auch an der französischen Zeitung 'Le Monde' beteiligt ist, angefangen, Aktien des deutschen TV-Konzerns ProSiebenSat.1 Media SE mit Sitz in Unterföhrung bei München zu kaufen. Im Frühjahr 2020 hielt er bereits einen Anteil von zwölf Prozent. Die P7S1-Aktie hat von Ende März 2020 (da lag der Kurs bei rund 6,00 Euro) deutlich zulegen können – Mitte Februar 2021 streifte der Kurs die Marke von 18,00 Euro.
Inzwischen ist dieser Aktien-Anteil wieder deutlich kleiner geworden. Wie aus einer Mitteilung zu den Stimmrechten vom 18. Februar 2021 hervorgeht, ist der Anteil von Daniel Kretinski von acht auf nunmehr 4,83 Prozent gesunken. Die Kretinsky-Anteile liegen seit Januar 2021 bei der VESA Equity Investment S.à r.l, die in Luxemburg registiert ist. VESA gehört den Investoren Daniel Kretinsky (53 Prozent) und Patrik Tkáč (47 Prozent). Investment Director ist Branislav Miškovič, der sich bereits lobend über die Arbeit des P7S1-CEOs Rainer Beaujean geäußert hat.
Laut Angaben von P7S1 befinden sich 76,74 Prozent der 233.000.000 Stammaktien im Streu-Besitz, die Berlusconi-Tochter Mediaset S.p.A. hält 12,38 Prozent, die Private Equity-Company RUBY Equity Investment hält 7,97 Prozent und die restlichen 2,91 Prozent befinden sich in Eigen-Besitz (Stand 19. Feb. 2021).
(ps) 19.02.2021

