
Mit der Kampagne „Zeit für Großes“ bricht Builtech mit Klischees und setzt im Handwerk auf einen modernen Lifestyle-Look. © Addick Addicks, Head of Marketing bei Builtech
„Brücke schlagen zwischen Tradition und Innovation“
Das Handwerk hat bekanntlich goldenen Boden – genießt aber leider nicht überall die Wertschätzung, die es verdient. Vor dem Hintergrund des grassierenden Fachkräftemangels wird das zur ernsthaften Herausforderung. Mit der Kampagne „Zeit für Großes“ geht das Unternehmen Builtech jetzt in die Offensive – und präsentiert das Handwerk von einer ganz neuen Seite. Statt auf die üblichen Klischees setzt Addick Addicks, Head of Marketing, auf einen Stil, der eher an Lifestyle- oder Tech-Kampagnen erinnert. Im Interview nennt er Motive und Ziele der Kampagne und erklärt auch, welche wichtige Rolle dabei ein LED-Truck spielt.
Was waren die Hauptziele der neuen Employer-Branding-Kampagne von Builtech, und wie ist die Resonanz bisher?
Die neue Employer-Branding-Kampagne von Builtech zielt darauf ab, unsere Marke als innovativer und attraktiver Arbeitgeber nachhaltig in den Köpfen der Zielgruppen zu verankern. Im Fokus stehen dabei vor allem die regionalen Unternehmen der Gruppe, die an ihren Standorten gestärkt werden sollen. Dies trägt auch dazu bei, dass Builtech insgesamt als starke Handwerksgruppe wahrgenommen wird. Mit der Botschaft „Zeit für Großes" will Builtech zeigen, dass sich das Handwerk im Wandel befindet und heute ein modernes, zukunftsorientiertes Berufsfeld ist. So wollen wir neue Talente gewinnen und langfristig binden.
Sie setzen bewusst auf Ihre eigenen Mitarbeiter als „Helden“ der Kampagne. Wie beeinflusst diese authentische Herangehensweise die Markenwahrnehmung?
Im Mittelpunkt unserer Kommunikation standen und stehen von Anfang an unsere Mitarbeiter. Die Entscheidung, sie als „Helden“ der Kampagne zu präsentieren, verleiht der Marke Builtech Authentizität und Glaubwürdigkeit. Unsere Mitarbeitenden prägen das Unternehmen tagtäglich und vermitteln so ein glaubwürdiges Bild unserer Werte und Kultur. Unser Ansatz gibt potenziellen Mitarbeitenden einen ehrlichen Einblick und zeigt die Menschen hinter der Marke – für eine starke emotionale Bindung und eine überzeugende Arbeitgeberattraktivität.
Wie reagieren Ihre Mitarbeiter auf ihre Rolle in der Kampagne, und welche Auswirkungen hat das auf das Arbeitsklima und die Mitarbeiterbindung?
Die Resonanz war durchweg positiv. Wir haben eine beeindruckende Reichweite erzielt und eine spürbare Präsenz vor Ort geschaffen. Der regelmäßige Austausch und die offene Kommunikation haben dazu beigetragen, dass wir unsere Mitarbeiter emotional erreicht haben. Diese positive Energie wirkt nach außen: Die Kampagne hat nicht nur eine beeindruckende Reichweite erzielt, sondern auch lokal für Gesprächsstoff gesorgt. Die Mitarbeitenden teilen ihre Eindrücke und schaffen so eine authentische Präsenz, die Builtech als Marke ins Gespräch bringt.
Das Handwerk leidet unter Nachwuchsmangel. Welche speziellen Ansätze verfolgen Sie in der Kampagne, um junge Leute für das Handwerk zu begeistern?
Mit unserer Kampagne „Zeit für Großes“ präsentieren wir das Handwerk von einer ganz neuen Seite. Statt auf die üblichen Klischees setzen wir auf einen Stil, der eher an Lifestyle- oder Tech-Kampagnen erinnert. Unsere Botschaft: Handwerk bleibt handfest, ist aber längst mehr als schmutzig und anstrengend. Es ist facettenreich, innovativ und bietet Zukunftsperspektiven. Die Kampagne richtet sich an alle im Handwerk Tätigen, macht auf das Berufsfeld aufmerksam und weckt die Neugier des Nachwuchses. Mit einem klaren Call-to-Action und der Verlinkung zu unseren Stellenangeboten verbinden wir inspirierende Inhalte mit konkreten Recruiting-Maßnahmen – und zeigen, dass das Handwerk bereit ist für ambitionierte Talente.
Mit dem LED-Truck setzen Sie auf ein ungewöhnliches und auffälliges Format. Was hat Sie dazu inspiriert, und wie wählen Sie die Standorte für den Truck aus?
Der LED-Truck ist ein auffälliges Werbeformat, das uns aufgrund seiner Flexibilität und direkten Zielgruppenansprache begeistert. Unser Ziel war es, nicht nur in großen Städten, sondern auch in ländlichen Gebieten präsent zu sein und Builtech sowie die Gruppenunternehmen als innovative und unkonventionelle Arbeitgeber zu positionieren. Der Truck bringt unsere digitale Präsenz direkt in den öffentlichen Raum und zieht mit seinen LED-Panels die Aufmerksamkeit auf sich. Wir wählen gezielt Orte aus, an denen unsere Zielgruppe häufig anzutreffen ist, wie Baustellen, Großhändler oder Einkaufszentren. Für jede Stadt entwickeln wir eine passende Storyline, die zur Saison passt – von Heilbronn im Spätsommer bis hin zu Weihnachtsmärkten und Faschingshochburgen. So bleibt die Kampagne lokal relevant und aktuell.
Welche Herausforderungen sind Ihnen bei der Umsetzung dieser Kampagne begegnet, und wie haben Sie sie überwunden?
Im Handwerk ist die Verbundenheit der Beschäftigten mit ihrem Betrieb und ihrer Region außergewöhnlich stark – eine Loyalität, die in kaum einer anderen Branche so ausgeprägt ist. Bewerbungen erfolgen häufig über persönliche Netzwerke, in denen Vertrauen, Sicherheit und Beziehungen im Vordergrund stehen. Unsere Herausforderung bestand darin, genau diese Werte anzusprechen und in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig Neugier auf neue Perspektiven zu wecken. Mit authentischen und nahbaren Werbeinhalten zeigen wir, dass wir mehr bieten als nur Arbeitsplätze: Wir schaffen langfristige Perspektiven und eröffnen neue Möglichkeiten, ohne dabei die kulturellen und traditionellen Werte des Handwerks aus den Augen zu verlieren. Mit dieser maßgeschneiderten Ansprache erreichen wir auch weniger mobile Zielgruppen und holen die Menschen dort ab, wo sie sich zu Hause fühlen – emotional und geografisch. So schlagen wir eine Brücke zwischen Tradition und Innovation.

