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Weitreichende Veränderungen bei der SZ: Künftig erscheinen nur noch vier statt sieben Regionalausgaben der Tageszeitung

Süddeutsche Zeitung verringert Regionalausgaben

Die Süddeutsche Zeitung nimmt umfassende Veränderungen bei ihrer regionalen Berichterstattung vor. Ab Juni 2025 erscheinen die gedruckten Landkreisausgaben in einer neuen Form. Anstelle von sieben eigenständigen Regionalteilen will die Tageszeitung künftig in vier verschiedenen Ausgaben aus dem Münchener Umland berichten. Die Nachrichten sollen dabei auf integrierten Seiten im Lokalteil und nicht wie bisher in separaten Zeitungslagen präsentiert werden.

Die vier Ausgaben umfassen nun die Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau, Ebersberg, Erding und Freising, Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen sowie den Landkreis München. Nachrichten aus München, der Region und Bayern sollen künftig auf mindestens zehn statt bisher zwölf Zeitungsseiten pro Ausgabe veröffentlicht werden. Dadurch soll der Druck der Zeitung "effizienter und ressourcenschonender" werden, teilte die SZ-Muttergesellschaft Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) mit. Online bleibt alles beim Alten: In der digitalen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung und auf SZ.de lassen sich die Landkreise weiterhin einzeln anwählen.

Im Zuge des Umbaus werden Büroflächen in den Landkreisen verkleinert oder aufgegeben. Eigene Arbeitsplätze bietet die SZ noch in Starnberg, Dachau und München-Steinhausen. Um weitere Kosten zu sparen, sollen freie Mitarbeiter:innen künftig nicht mehr in bisherigem Umfang beauftragt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind demnach nicht geplant.

Wie das Medienhaus weiter mitteilt, sei die Reform im konstruktiven Austausch mit dem Betriebsrat umgesetzt worden. Zudem hätten die Leitung des Ressorts München, Region und Bayern, die Chefredaktion und Geschäftsführung das neue Konzept gemeinsam entwickelt. Mit der Umstrukturierung will die Süddeutsche Zeitung "Aufwände und Kosten reduzieren, die Berichterstattung im Digitalen fördern und wie bisher qualitativen Regionaljournalismus bieten".

Dazu erklärt Ulrich Schäfer, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung: "Die SZ wird auch künftig mit erfahrenen Reporterinnen und Reportern in allen Landkreisen rund um München unterwegs sein: Aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und dem Landkreis München berichten wir weiterhin intensiv. Unser Anspruch ist es, exzellenten Journalismus zu liefern, auf allen Verbreitungskanälen: gedruckt, digital, multimedial. Und das in einem Spektrum, wie es wenige Medien bieten: international, national und regional."

SZ-Geschäftsführer Johannes Hauner ergänzt, die Zeitung mache ihre Berichterstattung im Münchner Umland unabhängiger vom Trägermedium. Er sagt: "Wir richten sie, gedruckt wie digital, noch stärker an überzeugenden lokalen Themen aus und weniger an den Rahmenbedingungen, die uns Druck und Zustellung setzen. Die neue Struktur gibt uns mehr Spielraum fürs Digitale – verändert das Angebot der gedruckten Zeitung aber nur dort, wo wir passende digitale Alternativen anbieten können."

Und Ulrike Heidenreich, Ressortleiterin München, Region und Bayern fügt hinzu: "Wir sind uns unserer demokratischen Aufgabe bewusst. Gerade deshalb wollen wir uns künftig in der Region auf Geschichten konzentrieren, die beispielhafte Vorgänge aufzeigen und für ein möglichst breites Publikum interessant sind. Co-Ressortleiter René Hofmann: "Zudem werden wir die digitalen Erzählformen ausbauen, die immer wichtiger werden, um die nächste Generation an Leserinnen und Abonnenten zu erreichen."

Neben den Veränderungen im Regionalbereich der SZ hatte auch die Muttergesellschaft SWMH einen Umbau angekündigt (new business berichtete). So will das Medienhaus die Regionalmedien in Stuttgart und ihr Fachmediengeschäft verkaufen.

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