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Meta hat die Seite von Playboy Deutschland auf Facebook abgeschaltet - Foto: Kouneli Media GmbH

Nach Facebook-Sperrung: Playboy fordert Aufklärung

Playboy Deutschland zählt rund 1,9 Millionen Follower auf Facebook. Seit dem 2. Juni 2025 laufen Versuche auf die Profilseite der Medienmarke zu kommen, ins Leere. Der Grund: Facebook hat die  Social-Media-Seite des Magazins deaktiviert. Versuche der Playboy-Herausgeber, vom Facebook-Betreiber Meta die Gründe für die unangekündigte Deaktivierung der Seite zu erfahren, blieben eigenen Angaben zufolge bisher ohne Erfolg. So konnte der Meta-Kundensupport die Maßnahme demnach weder begründen noch die Deaktivierung der Seite rückgängig machen. Stattdessen wurden der Kouneli Media GmbH, die den deutschen Playboy herausgibt, widersprüchliche Auskünfte zum Status der Playbook-Facebook-Seite gemacht, wie der Münchner Verlag mitteilte.

Die Playboy-Herausgeber wüssten daher nicht, aus welchen Gründen die Facebook-Seite ihrer Marke deaktiviert wurde, und ob die Seite lediglich gesperrt oder dauerhaft gelöscht wurde. Laut Kouneli Media empfahl der Meta-Konzern, entweder eine neue Facebook-Seite zu erstellen, abzuwarten oder sich zur Klärung der Angelegenheit an die Rechtsabteilung des europäischen Meta-Hauptsitzes in Dublin zu wenden.

Nun hat der Kouneli-Verlag eine Münchner Anwaltskanzlei damit beauftragt, die Angelegenheit juristisch zu klären. Bisher sei aber auch die schriftliche Aufforderung an Meta in Dublin, die unverzügliche Wiederherstellung der Playboy-Facebook-Seite zu veranlassen, unbeantwortet geblieben.

Dazu erklärt Florian Boitin, Kouneli-Geschäftsführer und Chefredakteur von Playboy Deutschland: "Man kann von Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder X halten, was man mag – sie als wichtigste Kommunikationsplattformen unserer Zeit ansehen oder als mediale Dreckschleudern verdammen. Wenn aber ein Monopolist wie Meta eine journalistische Seite wie die von Playby Deutschland löschen sollte – und das auch noch ohne Angabe von Gründen –, untergrübe dies nichts weniger als die Pressefreiheit. Und es würde demonstrieren, dass die Entscheidung über publizistische Inhalte weitgehend automatisierten Systemen überlassen bliebe. Es entstünde ein gefährlicher Präzedenzfall, bei dem private Plattformen faktisch als Zensurinstanzen agieren."

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