ANZEIGE

Suchen

Foto: Cannes Lions

Cannes Lions 2025

Vorletzter Tag und Deutschland weiter unter ferner liefen

Der vorletzte Tag der diesjährigen Cannes-Festival-Woche neigt sich dem Ende. Oder besser gesagt, ist zu Ende. Zumindest der offizielle Part der Cannes Lions. Jetzt wird gefeiert, bevor die Kreativen und Markenvertreter morgen mit mehr oder weniger schwerem Gepäck in ihre Flieger nach Hause steigen.

Wobei das mit dem schweren Gepäck vor allem für die Teilnehmenden aus Übersee gilt. Denn in diesem Jahr dürfte, auch wenn die Messe noch nicht vollends gelesen ist, für die Besucher aus Deutschland, der zusätzlich mitgebrachte leere Koffer einigermaßen leer bleiben.

Darüber können auch der eine Grand Prix gleich am ersten Tag ebenso wenig hinwegtäuschen, wie die goldenen und silbernen Löwen, die Serviceplan und Scholz & Friends einsammelten. Zumindest schraubte der Erfolg die Erwartungen schon einmal ziemlich nach oben.

Um die Interessierten dann allerdings gleich ab dem zweiten Tag wieder auf den Boden der aktuellen Tatsachen runterzuholen. Insgesamt haben die Jurys die Arbeiten aus der Bundesrepublik bislang nicht mit Löwen überschüttet. Alles in allem reden wir aktuell von dem einen bereits erwähnten Grand Prix, vier goldenen, zwölf silbernen und neun bronzenen Löwen.

Im vergangenen Jahr gab es – nur noch einmal zur Erinnerung – insgesamt drei Grand Prix, elf Mal Gold, genau so viel Silber und 23 bronzene Löwen. Das ist 2025 nicht mehr zu erreichen – schon, weil so viele Löwen gar nicht mehr zu verteilen sind.

Titanium und Good stehen noch aus

Immerhin kann man für morgen noch fest daran glauben, dass der eine oder andere Löwe doch noch die Fahrt an Isar, Main oder Spree antritt. Denn allein bei den Titanium Lions stehen mit zwei Mal Serviceplan, einmal MRM und einmal Innocean noch vier Kampagnen auf der Shortlist.

Bei den Glass Lions for Change sind Fischer Appelt mit den „Benches for Hope“ und Serviceplan mit „Animal Alerts“ noch in der Kategorie Sustainable Development Goals im Rennen.

Dass der Grand Prix for Good in diesem Jahr nach Deutschland geht, dürfte bezweifelt werden. Vielmehr dürfte ein heißer Kandidat darauf die Kampagne „Sounds Right“ sein, die heute mit dem Innovation Grand Prix ausgezeichnet wurde.

Die Kampagne von Akqa Kopenhagen, für die Initiative Music der United Nations (UN) feiert Schönheit der Töne in der Natur und soll dazu anregen, hier wieder mehr hinzuhören, als 24/7 den eigenen Playlists auf Spotify & Co. zu lauschen. Das Ziel ist, neben der Generierung von Spenden für den Naturschutz, vor allem zu Gesprächen in den Communities anzuregen. Unterstützt wird die Arbeit übrigens auch von Spotify.

Eine Zusammenfassung der Festivalwoche, Stimmen und Trends, die wir bei Jurymitgliedern aus Deutschland eingesammelt haben und natürlich eine Liste aller deutschen Gewinner gibt es in der kommenden „new business“-Ausgabe, die am 30. Juni erscheint.