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Axel Springer-CEO will den Wert des Unternehmens bis 2030 verdoppeln. - Foto: Axel Springer

Axel Springer: CEO Dr. Döpfner stellt neue U-Strategie vor

"Journalismus ist und bleibt unser Kern. Doch das Geschäftsmodell, das allein auf Klicks und Werbung basiert, ist überholt", das erklärte CEO Dr. Mathias Döpfner gegenüber den über 100 Führungskräften, die sich erstmals nach der Neustellung des Medienhauses Axel Springer in Berlin versammelt hatten. 

In Zukunft soll Axel Springer auf drei Säulen stehen: dem KI-basierten Journalismus, den Media-Marketing-Plattformen sowie neuen Wachstumsfeldern, die es noch zu finden gilt. Als Ziel kündigte Dr. Döpfner an, den Wert des Unternehmens innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. Dabei sollen die Beziehungen zu den Nutzerinnen und Nutzern im Vordergrund stehen. 

Statt Plattform-Abhängigkeit will Axel Springer die direkten Zugriffe auf seinen Journalismus erhöhen. Inhalte sollen künftig gleichermaßen in Audio und Video verfügbar sein - dabei soll die Künstliche Intelligenz helfen. Dr. Döpfner : "Direkter Traffic ist der Beweis dafür, dass sich Nutzerinnen und Nutzer bewusst für Axel Springer entscheiden. Abhängigkeit von Suche und Social ist eine Schwäche. Die eigene Nutzerschaft zu besitzen ist eine Stärke."

Menschliche und Künstliche Intelligenz verschmelzen

Der Axel Springer-CEO betonte vor den Führungskräften die Notwendigkeit, Künstliche Intelligenz in allen Bereichen der Arbeit einzusetzen. Er verglich die technologische Revolution mit der Transformation von analogen Produkten zu digitalem Journalismus: "Digital ist das neue Print. KI ist das neue Digital. Die Aufgabe bleibt dieselbe – aber das Tempo ist exponentiell höher. Es geht nicht um KI gegen menschliche Intelligenz (HI), sondern um KI mit HI. KI und HI. Es ist kein Entweder-oder. Es ist beides."

Axel Springer verfügt laut Dr. Döpfner über starke Marken im Bereich Media Marketing: "Unsere zweite Säule, Bonial, Idealo und Awin, ist unser wirtschaftliches Rückgrat. Wir sind unglaublich stolz darauf, was diese drei Unternehmen in den vergangenen Jahren erreicht haben. Das Beste für diese E-Commerce-getriebenen Medienunternehmen steht noch bevor.“

Neben Journalismus – mit starken Marken wie u. a. BILD, BUSINESS INSIDER, POLITICO und WELT – und Media Marketing strebt Axel Springer eine dritte tragende Säule an. Dr. Mathias Döpfner erklärt: "Wir müssen ein margenstarkes, hyper-wachsendes Geschäftsfeld jenseits von Journalismus und Marketing Media aufbauen – eine dritte Säule als strategische Diversifikation. Wir müssen neues Gold finden. So wie wir es vor anderthalb Jahrzehnten mit digitalen Classifieds getan haben. Es sollte mit unseren Kernkompetenzen zu tun haben: Inhalte. Abonnement. Werbung. Massenmärkte. Technologie."

 

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