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Henkel ohne CMO Nuria Ribe – Was ist mit den Pitches?

Beim Konsumgüterriesen Henkel hat es eine personelle Änderung mit Potenzial für einen Nachhall gegeben: Wie das Branchenmagazin Horizont zuerst berichtete, hat Nuria Ribe, seit zwei Jahren Global CMO des Unternehmensbereiches Consumer Brands, das Unternehmen nach 28 Jahren verlassen. Der Abgang wurde aus Düsseldorf auch bereits bestätigt.

Warum Ribe gegangen ist und ob der Abschied "im gegenseitigen Einvernehmen" erfolgte, ist indes nach wie vor offen. Fest steht, dass der Consumer-Brands-Bereich bei Henkel aktuell unter Druck steht. Für das erste Quartal vermeldete der Konzern einen Rückgang von 3,5 Prozent.

Offen ist auch, wie sich die Personalie auf den aktuell laufenden Pitch auswirken wird. Laut Horizont soll das Projekt aktuell auf Eis gelegt worden sein. Das spanische Fachportal MarketingDirecto.com will indes erfahren haben, dass sich an der bisherigen Strategie und Partnerschaften nichts ändert, wenngleich es noch keinen Nachfolger für Ribe geben soll.

Zum laufenden Pitch selbst wollte sich Henkel bislang nicht äußern. Ausgeschrieben sind der Kreativ-, Digital- Produktionsetat. Der europäische Mediaetat liegt seit Herbst 2024 bei WPP Media (zur Etat-Vergabe GroupM).

Henkel gehört zu Deutschlands größten Werbungtreibenden. Allein im Jahr 2024 investierte der Konzern laut Nielsen rund 510 Millionen Euro, was gegenüber 2023 einem Plus von gut neun Prozent bedeutet. Größter Profiteur ist aktuell die Omnicom-Gruppe respektive TBWA, wo die Aktivitäten seit 2009 stätig zunehmend gebündelt wurden. In Deutschland hat vor allem die Berliner Agentur HeimatTBWA davon profitiert.

Wer in den aktuellen – auf Eis liegenden – Pitch involviert ist, ist offen. Sicherlich wird die Omnicom Advertising Group eine Chance bekommen, weiterzumachen. Es ist zu hören, dass die neu formierte Werbegruppe ihren Global CEO Troy Ruhanen an die Front geschickt hat, um das Mandat zu verteidigen.