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Matt McNeany soll neue Venture-Einheit von WPP auf Spur bringen - Foto: Privat

WPP gründet neue Venture Einheit und holt CTO von Omnicom

WPP Open – das KI gesteuerte Betriebssystem, mit dem Kunden der Holding ihre Planungs-, Kreativ-, Medien- und Handels-Workflow-Prozesse verwalten können, erhält zum Ende 2025 eine neue Venture-Einheit. Welche Aufgaben diese neue Einheit haben wird, ist noch nicht bekannt. Bekannt ist indes, wer diese Einheit leiten wird: Matt McNeany, der laut seinem LinkedIn-Profil bereits im Juni 2025 als „President (New Venture) zu WPP Open gestoßen ist. Weitere Details zu seiner neuen Aufgabe sind bislang nicht bekannt, sollen aber in Kürze folgen.

McNeany kommt vom Konkurrenten Omnicom, wo er seit April 2022 als Chief Transformation Officer auf der Payroll stand. Zu seinem Aufgabenbereich zählten hier unter anderem die Entwicklung neuer globaler Agenturstrukturen und der Aufbau globaler integrierter, multidisziplinärer Teams, die Content, Daten, Medien, Technologie und CRM/CX zusammenführen.

Die Personalie passt zur Übernahme von Infosum durch WPP im April dieses Jahres, zu der Noch-CEO Mark Read sagte: „Die Einbindung von InfoSum in WPP ist ein großer Schritt nach vorn für unsere Datenkapazitäten und die Ergebnisse, die wir für unsere Kunden liefern können.“ Die Einbindung indes steht noch aus.

Für Matt McNeany dürfte der neue Job sicherlich spannend werden. Zum einen, weil es eben darum geht, etwas Neues innerhalb der 2021 extra für den Kunden Coca-Cola gegründeten WPP Open X und inzwischen frei agierenden Einheit zu gestalten respektive aufzubauen. Andererseits stieß er in Zeiten größter Turbulenzen, in denen der Aktienkurs abstürzte, CEO Mark Read zurücktreten und eine Gewinnwarnung ausgesprochen werden musste, zu WPP.

Entsprechend lesen sich auch die Kommentare auf seinen LinkedIn-Post, in dem er seine neue Position bekanntgab. So sagte beispielsweise Richard Madden, bis Dezember 2024 Chefstratege Consumer Marketing der BBH Group in London, seine Ernennung mache WPP wieder zum „Buy Stock“. Offen lässt er allerdings, ob das ernst oder ironisch gemeint ist.

Christoph Bornstein, Chef von TLGG und President innerhalb der Omnicom-Gruppe, gratulierte nicht nur McNeany sondern auch WPP zu ihrem Mut, ihn an Bord geholt zu haben.

Spannend bleibt, wie sich die Personalie in den kommenden Monaten auf die Londoner Werbeholding auswirken wird. Oder ob sie lediglich ein weiterer Versuch ist, zu retten, was zu retten ist.