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Katja Brandt wird einiges zu tun haben, um Carat wieder auf Spur zu bringen - Foto: Dentsu

Mediaagentur-Ranking 2025: Essence Mediacom bleibt in Führung

Die zu WPP Media gehörende Essence Mediacom kann ihren Titel als größte Mediaagentur Deutschlands verteidigen. Das geht aus dem Ranking hervor, dass das internationale Marktforschungsinstitut Comvergence jüngst veröffentlichte.

Hiernach betrug das Fakturierungsvolumen der Agentur im vergangenen Jahr 2,54 Milliarden Dollar, was einem Plus von 14,4 Prozent und einem Marktanteil von 11,6 Prozent entspricht.

Auch der zweite Platz zeigte im vergangenen Jahr Konstanz, wenngleich mit größerem Abstand. Verteidigen konnte den OMD. Die zur Omnicom-Gruppe gehörende Agentur stellte letztes Jahr Rechnungen in Höhe von rund zwei Milliarden Dollar schreiben, was gegenüber 2023 ein Plus von 7,1 Prozent ausmacht.

Wechsel auf dem Treppchen

Veränderungen gab es hingegen auf der dritten Stufe des Treppchens. Erklimmen konnte dies die zur Serviceplan-Gruppe gehörende Mediaplus, die ihr Rechnungsstellungsvolumen um 8,6 Prozent auf 1,642 Milliarden Dollar steigern konnten und damit 7,5 Prozent des Marktanteils für sich beanspruchen.

Nachsehen hatte die im Jahr 2023 drittplatzierte Mindshare. Die ebenfalls unter dem Dach von WPP arbeitende Agentur konnte mit einem Billig-Volumen von 1,55 Milliarden Dollar um 3,9 Prozent zulegen und reklamiert aktuell 7,1 Prozent des Marktes für sich.

Den größten Verlust musste laut den aktuellen Comvergence-Zahlen Carat hinnehmen. Die zu Dentsu gehörende Agentur hat für das vergangene Jahr ein Minus von 15,6 Prozent auf 784 Millionen Dollar vermeldet. Womit sich Carat im aktuellen Ranking den neunten Platz mit Initiative teilt und ebenso wie die IPG-Tochter rund sechs Prozent des deutschen Mediamarktes abdeckt. Hier wird die neue Dentsu-Deutschland-Chefin und langjährige Mindshare-CEO Katja Brandt ab September neben den anderen aufkeimenden Baustellen weitere eine nicht eben einfache Aufgabe haben, die Agentur wieder auf ein stabileres Fundament zu setzen.


Die 20 führenden Mediaagenturen Deutschlands

Die Ergebnisse fußen auf den von Nielsen ermittelten Brutto-Werbeausgaben, wovon die Comvergence-Studienautor:innen pauschal die Hälfte (resp. bis zu 70 % für Aufträge von FMCG-Unternehmen) abziehen, um gewährte Rabatte sowie andere Abschläge, die das Bild verfälschen könnten, zu berücksichtigen. Zudem werden – nach einer Comvergence-eigenen Berechnungsmethode – Ausgaben für Display, inklusive Programmatic, Online-Bewegtbild, Search und Social Media eingerechnet. Für die Richtigkeit der Angaben soll die Zusammenarbeit mit den Agenturen sorgen, die die zugrundeliegenden Daten anhand der Kundenlisten final prüfen und gegebenenfalls validieren.