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Werbemarkt: OOH überschreitet erstmals 10-Prozent-Marke
Die Gattung Out of Home (OOH) hat zur Jahresmitte 2025 einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Laut dem Fachverband Außenwerbung (FAW) aus Berlin, der sich auf den von Nielsen Germany veröffentlichten kumulierten Bruttoumsatz stützt, liegt ihr Marktanteil erstmals über 10 Prozent. Das entspricht einem Bruttoumsatzvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro und markiert einen historischen Erfolg für die Außenwerbebranche.
Alexander Stotz, Präsident des Fachverbands Außenwerbung (FAW): "Mehrere große Runden von Qualitätsoffensiven über die letzten Jahre, bei denen viele tausend Medienträger ersatzlos abgebaut wurden, und Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro unserer Mitgliedunternehmen wurden gestemmt, um eine digitale Kommunikations-Infrastruktur im öffentlichen Raum zu verwirklichen. Am Ende haben diese digitalen Medien den Unterschied gemacht. Sie sind zum entscheidenden Wachstumstreiber der Branche geworden." Und weiter: "Doch auch unsere klassischen Außenwerbemedien bleiben von zentraler Bedeutung: Plakate, Verkehrsmittelwerbung, City-Light-Poster und nicht zu vergessen unsere diesjährige Jubilarin - die Litfaßsäule, die bereits seit 170 Jahren zu unseren Stadtbildern gehört. Sie alle machen nach wie vor rund 60 Prozent unseres Branchenumsatzes aus."
Neben Reichweite und Werbewirkung punktet OOH zunehmend auch in ökologischer Hinsicht: In zwei Studien aus 2023 und 2024 zeigt die FAW, dass Budgetverschiebungen zugunsten von Out of Home sowohl den Return on Investment als auch den CO₂-Fußabdruck von Kampagnen verbessern können.
Im stagnierenden Gesamtmarkt (+0,1 % im Vergleich zu 2024) verzeichnet OOH ein Umsatzplus von 10,6 Prozent und überholt konkurrierende Mediengattungen wie Fernsehen und Online deutlich.
Frauke Jacoby 24.07.2025

