
Dr. Wolfram Weimer verkündet erfreuliche Nachrichten für Deutschlands Film- und TV-Branche - Foto: Bundesregierung
Bundesregierung verdoppelt die Filmförderung
Deutschlands Film- und TV-Produzenten dürfen sich auf deutlich mehr Unterstützung durch die Bundesregierung freuen. Trotz der knappen Kassen wird der Etat-Posten für die Filmförderung auf 250 Millionen Euro verdoppelt. Diese Fördermittel gehen an den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den German Motion Picture Fund (GMPF). Das hat das Kabinett auf Vorschlag von Medienstaatsminister Dr. Wolfram Weimer und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil beschlossen. Zusammen mit weiteren Mitteln der jurybasierten kulturellen Filmförderung und der Filmförderungsanstalt stellt der Bund künftig rund 310 Millionen Euro bereit.
Dr. Wolfram Weimer: "Wir brauchen mehr Blockbuster und Serienhits made in Germany. Diese Reform ist der Soundtrack zum Aufbruch. Die Filmförderfonds werden jetzt international konkurrenzfähig ausgestattet. Gleichzeitig flankieren wir dieses große Plus bei der Förderung mit einer Investitionsverpflichtung für Mediendienste-Anbieter. Die Branche und die Länder wissen wir bei diesem Großmanöver für den Filmstandort Deutschland an unserer Seite und danken allen Beteiligten für ihr konstruktives Mitwirken. Mein besonderer Dank gilt Bundesfinanzminister Klingbeil für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam haben wir es innerhalb der ersten 100 Tage Regierungsarbeit geschafft, den lähmenden Knoten in der deutschen Filmförderung zügig aufzulösen. Die Filmbranche kann nun verlässlich planen und mehr in Deutschland produzieren."
Lars Klingbeil: "Deutschland hat eine großartige Filmszene. Wir wollen ein Top-Standort für Film- und Serien-Produktionen sein, die international erfolgreich sind. Deshalb stärken wir die Filmproduktion in Deutschland: mit höherer Filmförderung, verbunden mit Anreizen für Produzenten und Investitionsverpflichtungen für Mediendienste-Anbieter. Die Filmförderung ist sehr gut investiertes Geld in die Kultur in Deutschland."
Mit Blick auf die gestrichene Presse-Förderung lässt sich feststellen, dass der Bundesregierung das Thema Film & Fiction offenkundig deutlich mehr als Herzen liegt als das Thema Presse & Journalismus. Den Zeitungs- und Zeitschriften-Verlagen in Deutschland setzen nämlich nicht nur die seit Jahren steigenden Preise für die Distribution stark zu, sondern auch die beharrliche Weigerung der amerikanischen Internet-Giganten, für die Nutzung der redaktionellen Inhalte eine Vergütung zu entrichten.
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Peter Strahlendorf 30.07.2025

