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Apple verbindet in der neusten Kampagne eindrucksvoll, wie Werbung mit exelentem Storytelling und Social Engagement in Einklang gebracht werden kann - Foto: Apple

Apple schreibt „Shot on iPhone“-Kampagne disabled fort

Man mag es kaum glauben, aber es ist tatsächlich bereits zehn Jahre her, als Apple – gemeinsam mit der Kreativagentur TBWA\Media Arts Lab - die inzwischen ikonische und seitdem mit zahlreichen internationalen Kreativawards höchst ausgezeichnete Kampagne „Shot on iPhone“ launchte. Damals war es etwas vollkommen Neues, dass nicht professionelle Fotografen und Filmemache die Kampagnenmotive lieferten, sondern die Smartphone-Nutzer:innen ihre Shots auf einer extra konzipierten Plattform hochladen konnten.

Davon ausgenommen waren davon, nicht weil unerlaubt, sondern technisch schlichtweg nicht möglich, die weltweit aktuell mehr als zehn Millionen Menschen, die an Parkinson, im Volksmund auch Schüttellähmung genannt, erkrankt sind.

Dieses „Ausschlusskriterium“ hat Apple nun in seiner aktuellen Kampagne, in der die Kamerafunktion des iPhone16 beworben wird, aufgegriffen. Im Zentrum der Kampagne stehen vier an Parkinson Erkrankte Menschen, die mit dem iPhone16 Pro trotz ihres Hand-Tremors gestochen scharfe Bilder aufnehmen.

Entstanden ist eine bewegende Dokumentation darüber, wie der Action-Modus und die integrierten Barrierefreiheitsfunktionen des iPhone 16 Pro Menschen mit Parkinson dabei helfen, ihre kreative Stimme zurückzugewinnen – Bild für Bild.

Unter der Regie von Renato Amoroso wurden vier ganz persönliche Geschichten eingefangen.

Unter anderem die von Filmemacher Brett, der in Cornwall lebt und wegen seiner Krankheit, die bei ihm im Alter von 37 Jahren diagnostiziert wurde, fast vollständig mit dem Filmen aufgehört hatte. Und der nun wieder begonnen hat, weil ihm der Action-Modus die Möglichkeit dafür zurückgab.

Für die Kampagne wurde der Moment eingefangen, in dem Brett seinen Sohn Dexter filmt, der zu ersten Mal Fahrrad fährt. Es ist das erste stabile Video, das Brett seit seiner Diagnose gedreht hat.

Im Bundesstaat New York wurde bei Marie und Bette – Mutter und Tochter – Parkinson in etwa zur gleichen Zeit diagnostiziert. Für die Kampagne nutzt Bette das iPhone, um ihrer 94-jährigen Mutter mit einem herzlichen Geburtstagsfilm eine Überraschung zu bereiten, in dem sie Momente festhält, die sonst nur schwer aufzunehmen gewesen wären.

Und in New York City dokumentiert Ellen, eine brasilianische Kreative, einen lebensverändernden Moment: den Überraschungsheiratsantrag ihrer Partnerin Renata. Mithilfe von Sprachsteuerung und Action-Modus hält sie den Antrag fest und teilt das Filmmaterial später mit Freunden und Familie auf ihrer Hochzeitsfeier.

Mit dem vierten und zunächst letzten Film der Kampagne, die offiziell den Namen „No Frame Missed“ trägt, will Apple mit Hilfe von Brett in einem Tutorial erklären, wie man den Action Modus verwendet, die Sprachsteuerung funktioniert und Touch-Anpassungen sowie die Medikamente-App werden kann.

Laut Apple wurden die beworbenen Features entwickelt, um das iPhone, das für alle Menschen gemacht ist, auch für Nutzer mit körperlichen und/oder motorischen Einschränkungen leicht bedienbar zu machen.

Aus kreativer Sicht verwischt Apple mit „No Frame Missed“ weiter die Grenze zwischen Produktnutzen und emotionalem Storytelling – und bekräftigt damit sein langjähriges Engagement für inklusives Design. Und last but not least erinnert das Technologieunternehmen die Branche daran, wie Barrierefreiheit aussieht, wenn sie von Anfang an integriert ist.

Credits:
Auftraggeber: Apple, Cupertino; Agentur: Apple inhouse + TBWA Media Arts Lab, LATAM, Kanada, US Hispanics; Filmproduktion: 02 Films, Renato Amoroso (Regie); Musik/Sound: Satelite