
ProSiebenSat.1: MFE kann PPF-Anteile kaufen
Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 Media SE mit Sitz in Unterföhrung bei München wird eine Tochter der Media For Europe-Holding. Die verfügt bekanntlich nach ihrem Übernahme-Angebot über 43,6 Prozent der Aktien und kann nun auch die 18,6 Prozent der Anteile kaufen, die sich in Händen der tschechischen Investment-Gesellschaft PPF befinden. PPF hat sich entschieden, ihr Paket an MFE zu verkaufen, weil der Anteil von 18,4 Prozent nicht ausreichend, um einen ernsthaften Einfluss ausüben zu können.
Damit hat die Familie Berlusconi, die hinter MFE steht, ihr erstes Ziel - Mehrheit bei P7S1) nun schneller erreicht, als zu erwarten war. Das nächste Ziel ist es, die Marke von 75 Prozent der Aktienanteile zu bekommen. Erst dann kann MFE bei P7S1 weitgehend "durchregieren" und Aktivitäten über das gesamte Portfolio ausspielen.
Der Erwerb der weiteren knapp 15 Prozent ist kein Selbstläufer, aber mit entsprechendem Kapital-Einsatz in einem überschaubaren Zeitraum erreichbar. Mit den Planungen für ein europäischen Angebot ab 2027 kann MFE nun allemal beginnen, denn weitere kartellrechtliche Hürden dürften nicht bestehen. Die geplante Übernahme wurde 2023 der Europäischen Kommission und 2024 der österreichsichen Kartell-Behörde zur Prüfung vorgelegt.
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Peter Strahlendorf 28.08.2025

