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Der südafrikanische Künstler William Kentridge hat die Kunstausgabe 2025 der NZZ am Sonntag gestaltet - Foto: Helge Mundt Hamburg

NZZ am Sonntag: William Kentridge gestaltet Kunstausgabe 2025

Am kommenden Sonntag, dem 7. September 2025, erscheint die Kunstausgabe der NZZ am Sonntag. Als Macher für die diesjährige Sonderpublikation konnte das Zürcher Medienhaus den südafrikanischen Künstler William Kentridge gewinnen, der sich auch als Erzähler, Filmemacher und Theater-Regisseur einen Namen gemacht hat. 

Aufgewachsen im von der Apartheid geprägten Johannesburg, verwebt William Kentridge seine persönliche Vergangenheit und die Geschichte seines Heimatlandes zu einem vielseitigen künstlerischen Geflecht. In Bild und Ton setzt er sich mit gesellschaftspolitischen Themen wie sozialer Ungerechtigkeit, Kolonialismus und Migration auseinander – stets im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Diese Themen prägen auch die Kunstausgabe der NZZ am Sonntag vom 7. September 2025, die Kentridge gestaltet – begleitet von einem Interview mit Peer Teuwsen, Ressortleiter Kultur & Geschichte der NZZ am Sonntag.

Im Interview spricht der 1955 geborene William Kentridge darüber, was ihn antreibt, und auch über die Bedeutung seines Ateliers: "Ich denke, das Studio in Johannesburg gibt mir Ruhe und Trost. Sagen wir: Es ist eine ruhige Wärme. Wenn ich aufgeregt oder gar panisch bin, dann gibt es nichts Besseres, als ein paar Stunden im Studio zu zeichnen. Das Papier sagt mir: Beruhige dich, es wird alles gut. Erst im Studio beginne ich zu denken, und, schwupps, stecke ich im nächsten Projekt, das mich für drei Monate beschäftigt."

Exklusiv für die NZZ hat William Kentridge zwei Editionen geschaffen. Five Heads for Zurich, 1916, eine Serie skulpturaler Drucke, porträtiert die Dadaisten Tristan Tzara, Emmy Hennings und Hugo Ball, den Schriftsteller James Joyce sowie Wladimir Lenin, die sich 1916 in Zürich aufhielten.

William Kentbridge: "Wir schulden der Dada-Bewegung unglaublich viel. Sie haben die Art, Künstler zu sein, enorm erweitert. Dank ihnen wissen wir heute: Mein Kunstwerk kann ein Gedicht, ein Stück Musik, eine Performance sein."

Die zweite Edition Headlines umfasst eine Serie von Holzschnitten, gedruckt über Reproduktionen der NZZ vom 1. Februar 1916 – im Monat der Eröffnung des Cabaret Voltaire in Zürich, das eine neue Denkweise in der bildenden Kunst, im Theater und in der Performance propagierte – insgesamt ein neues Verständnis der Welt.

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