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Mediagattung TV verlässt die agma

Für die Mediaplanung braucht es verlässliche Daten über Reichweiten. Das ist die Kernaufgabe der sogennanten JIC (Joint Industry Committees) - also der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma), der Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) sowie der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK). 

Jede JIC arbeitet eigenständig und strebt nach methodischem Perfektionismus - das führt unglücklicherweise dazu, dass es keinen gemeinsamen Standara gibt, sondern drei, die nicht miteinander harmonieren.Dieses "Problem" wird seit Jahren, wenn nicht gar seit Jahrzehnten mehr oder weniger laut diskutiert. 

Nun ist der Gattung TV offenkundig der Kragen geplatzt. Auf dem Horizont Werbegipfel teilte Guido Modenbach, GF beim P7S1-Vermarkter Seven.One zur Überraschung im Rahmen einer Podiusmdiskuission mit, dass die Gattung TV aus der agma ausgetreten ist. Der Schritt wird ab 2026 wirksam und setzt zunächst die agma, aber faktisch alle JICs kräftig unter Druck. 

Die immer wichtiger werdenden Digital-Kanäle "glänzen" mit Kontaktdaten in Echtzeit und lassen die anderen Medien-Kanäle im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen. Dabei verschweigen sie jedoch ein Problem mit Namen Ad Fraud (vorgetäuschte Werbekontakte durch Bots oder andere Betrügereien) - Kennern zufolge soll die Ad Fraud-Problematik allein in Deutschland einen weitaus höherem ökonomischen Schaden verursachen als die Mess-Problematik der deutschen  JICs. 

Mit etwas Glück finden die JICs nach dem öffentlichen Modenbach-Weckruf nun eine gemeinsame Basis und können dann mit vereinten Kräften die Finger laut + vernehmlich in das gewaltige Ad Fraud-Übel bohren. Da verschwinden nämlich regelmäßig Werbe- Gelder in Milliarden-Höhe. 

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