
Warum Weischer sich einen neuen Namen gibt
Wir leben in wankelmütigen Zeiten. Auf der einen Seite beklagen die werbetreibenden Unternehmen, dass ihre Botschaften bei den Menschen nicht mehr wirklich ankommen. Auf der anderen Seite investieren gerade diese Unternehmen ihre Budgets mehr und mehr in digitale Medien. Von denen sie selten wissen, welche Art von Kommunikation wirklich noch wirkt, weil zum einen die Aufmerksamkeit der Konsument:innen nachlässt und zum anderen stetig neue Regeln wie veränderte Suchverhalten oder sich anpassende Algorithmen die bislang klassischen Messmethoden und damit die KPIs infrage stellen.
Ein Phänomen, das dem eigentlich entgegensteht, ist, dass parallel zu den steigenden Investitionen in digitale Medien auch die Ausgaben für Out of Home (OOH) nach oben gehen. So überschritt der Außenwerbungsmarkt im Jahr 2024 erstmals die Drei-Milliarden-Euro-Marke. Und im ersten Halbjahr 2025 betrug der OOH-Anteil über zehn Prozent des gesamten Werbemarkts, wobei sich DOOH mit einem Zuwachs von 22 Prozent auf 731 Millionen Euro als Wachstumstreiber hervortat. Analysten erwarten mittelfristig einen Anstieg des OOH-Anteils im Media-Mix auf 15 Prozent.
Die Krux dabei: durch die Konsolidierung in der Agenturlandschaft geht OOH-Expertise verloren, während die Relevanz der Gattung und die technologische Komplexität von Digital Out-of-Home (DOOH) exponentiell, heißt es aus der Weischer-Gruppe. Darum habe man sich am Hamburger Elbberg auch dazu entschlossen, ein klares Statement zu setzen und deutlich auf die fundamentalen Veränderungen zu reagieren: mit einem Namenswechsel, der, wie es von der Elbe heißt, auf einen umfanreichen Transformationsprozess folgt. Weischer.JvB heißt jetzt Weischer.OOH.
„Während Marken in digitalen Kanälen um immer knappere Aufmerksamkeit kämpfen, bietet der öffentliche Raum etwas Einzigartiges: echte, ungeteilte Präsenz im Leben der Menschen“, sagt Tobias Hefele, CEO von Weischer.OOH. „Unsere Positionierung ist ein klares Statement für Unabhängigkeit, Qualität und Wirkung.“
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Claudia Bayer 09.09.2025

