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KI und das Ende des Journalismus

Es sieht nicht gut aus für den Journalismus - die Anbieter der KI-Bots setzen die Totengräber-Arbeit noch skrupelloser fort, die der Suchmaschinen-Gigant Google schon vor Jahren begonnen hat. Zu diesem Schluss kommen Vicky Bargel und Torsten Kleinz in ihrer ausgesprochen lesenswerten und mit vielen Details gespickten Story aus der Spiegel-Ausgabe 38/2025 vom 12. Sept. 2025.

Die KI-Bots und Google nutzen unentgeltlich die journalistischen Inhalte, die von den Medienhäusern bzw. den von ihnen bezahlten Journalisten erarbeitet wurde. Diese journalistischen Inhalte sind mehr oder weniger das Lebenselixier jeder Suchmaschine. Die mit Abstand dominierende Suchmaschine Google münzt diese Inhalte der Medienhäuser seit vielen Jahren dank seines Algorithmus in milliardenschwere Gewinne um, aber verweigert seit Jahren eine faire Teilung der Einnahmen mit Rechte-Inhabern.

Durch die KI-Bots nimmt dieser Diebstahl geistigen Eigentums noch weitaus bedrohlichere Formen an. Das belegen die Beispiele aus dem Spiegel-Artikel mehr als eindrucksvoll. Gegen Google sowie andere Bedrohungen aus der digitalen Welt konnte sich die Walsroder Zeitung bis dato gut behaupten, doch die KI-Bots klettern über jede Paywall hinweg und klauen die dort hinterlegten Inhalte. Normalerweise müssten Gesetzgeber und Staatsanwälte angesichts dieser strukturell geplanten kriminellen Vorgehensweise umgehend tätig werden - auch ohne Strafanzeige, weil klar und unmissverständlich ein Straftatbestand vorliegt. 

Im Sinne der privat finanzierten Medien-Branche, aber auch des Geistigen Eigentums ist zu hoffen, dass die Politik durch den Spiegel-Artikel wachgerüttelt wird und zur Tat schreitet. Hier ist definitiv Gefahr im Verzug. Eine ellenlose Debatte - wie meistens in der deutschen Politik an der Tagesordnung - wird den Tech-Konzernen helfen, ihr Ziel zu erreichen.

Wenn der Kuchen erst mal verteilt ist, dann helfen auch Instrumente wie DSGVO oder DMA (Digital Market Act) nicht mehr. Dann liegt die Macht bei den Tech-Giganten und die freie Medien-Szene inklusive ihrer Beschäftigten dürfte bis auf wenige Ausnahmen ein Schattendasein fristen.

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