
Ein zentrales Thema beim AGF Forum 2025 waren die Standardsetzung von kanalübergreifenden Reichweitenmessmethoden - Foto: Mara Monetti
AGF Forum 2025: Crossmedia-Messung im Fokus
Unter dem Motto "Content is King. Reach is Queen" veranstaltete die AGF Videoforschung am 11. September 2025 ihr diesjähriges AGF Forum in der Frankfurter Union Halle. Rund 300 Vertreter:innen aus Medien, Werbung und Forschung besuchten Vorträge und Panels zu Themen wie kanalübergreifende Reichweitenmessmodelle. Dabei standen insbesondere die Crossmedia-Messung für Kampagnen und die Standardsetzung im Hinblick auf eine übergreifende Vergleichbarkeit von Bewegtbildangeboten im Fokus.
"Das diesjährige Forum betont erneut, wie zentral die Frage nach Reichweite und Vergleichbarkeit für den Markt ist. Die unterschiedlichen Perspektiven, von Regulierung über Zielgruppenforschung, bis hin zur Integration internationaler Plattformen, unterstreicht die Verantwortung, mit der wir alle auf die Herausforderungen einer digitalen und fragmentierten Medienwelt reagieren müssen", sagt Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung.
In ihrer Eröffnungs-Keynote stellte Niederauer-Kopf die Nettoreichweite als entscheidendes KPI in einer fragmentierten Medienlandschaft heraus. Diese sei als Gradmesser für die Relevanz von Inhalten und eine übergreifend vergleichende Bewertung von Kampagnen in Zielgruppen unverzichtbar. "Nur wenn wir wissen, wie viele Personen einer Zielgruppe wir tatsächlich erreichen, können Investitionen gezielt gesteuert werden und Inhalte ihre volle Wirkung entfalten", so Niederauer-Kopf. Auf dieser Basis verwies sie auf die hybriden Messansätze der AGF, die smarte Panel- und anonyme Big-Data-Sets verbindet. Laut der Expertin sind diese Ansätze auch im internationalen Vergleich der "Mastermove", um die Cross-Kampagnenmessung umsetzen zu können.
Den Abschluss des Kongresses bildete die Diskussion "Ein neues Modell: Warum TV und Video anders geplant werden müssen“" Auf dem Podium sprachen Haruka Gruber, SVP Media & Head of Central Europe der DAZN Group, Stefanie Jäckel, Chief Strategy Officer der Ad Alliance, Daniel Jäger, Vorstand OWM und Head of Group Media bei der Telekom, Niederauer-Kopf sowie Karin Ross, Chief Media Officer DACH der Publicis Groupe über die Anforderungen an Transparenz und Vergleichbarkeit der Angebote im Markt.
Deutlich wurde, dass der Markt jetzt einheitliche Standards und Identifier wie Utiq und Net ID benötigt, um Kampagnen valide zu bewerten. "Als Werbetreibende benötigen wir vergleichbare, deduplizierte Reichweiten über alle Marktakteure hinweg - und das absolut objektiv“, betonte Jäger. Er begrüßte das Bestreben der AGF, „das Beste aus zwei Welten zu kombinieren", also Insights aus internationalen Ansätzen mit dem Fundament der AGF und ID-Lösungen.
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Marcel Kodura 15.09.2025

