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Medienverbände reichen DSA-Beschwerde gegen Googles AI Overviews ein

Eine Allianz aus Medienverbänden und Organisationen der Medien-Wirtschaft hat bei der Bundesnetzagentur in Bonn eine förmliche Beschwerde gegen den Google-Dienst AI Overviews eingereicht. Die Bundesnetzagentur ist aufgrund ihrer Rolle als Digital Services Coordinator (DSC) der richtige Ansprechpartner. 

Nach Auffassung der Unterzeichner der DSA-Beschwerde verletzt Google mit der Integration KI-generierter Antworten (sog. Google AI Overviews) in die Suche zentrale Vorgaben des Digital Services Act (DSA) – mit gravierenden Folgen für Medien-Vielfalt, Meinungsfreiheit und demokratischen Diskurs.

Google geriert sich als "Traffic Killer"

Mit AI Overviews erhalten Nutzer:innen Antworten auf Suchanfragen direkt in der Google Suchergebnisliste, ohne auf die Originalquellen klicken zu müssen. Damit schafft Google ein Konkurrenz-Produkt zu journalistisch-redaktionellen Inhalten, entzieht Medienhäusern Reichweite sowie Werbe-Einnahmen und gefährdet ihre Refinanzierung, dies alles aufbauend auf den Inhalten Dritter.

Die Beschwerdeführer fordern den DSC auf, die Europäische Kommission gemäß Art. 65 Abs. 2 DSA einzuschalten und ein Verfahren einzuleiten. Bei Verstößen gegen den DSA drohen empfindliche Sanktionen – bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

In der Spiegel-Ausgabe vom 12. September 2025 werden diese Verstöße von Google aus mehreren Perspektiven geschildert. Gegen diese unredlichen Aktivitäten des Tech-Giganten regt sich nicht nur in Deutschland Widerstand - das amerikanische Mediahaus Penske Media geht inzwischen juristisch gegen Google vor

 

Daniela Beaujean, Geschäftsführerin des VAUNET: "Google platziert seine KI-Antworten vor den Inhalten Dritter und wird damit zum 'Traffic-Killer'. Im Ergebnis reduziert Google AI Overviews die Reichweite und Auffindbarkeit unabhängiger und demokratierelevanter privater Medien. Als für die Informations- und Inhalte-Vermittlung relevante Plattform ist Google aufgefordert, entsprechenden Risiken, Intransparenz und Fehlinformationen entgegenzuwirken. Es liegt in den Händen der Bundesnetzagentur als Digital Services Coordinator und der EU-Kommission, nun eine konsequente Umsetzung des DSA zu gewährleisten."

Dr. Christine Jury-Fischer, Geschäftsführerin Corint Media: "Google drängt einmal mehr konkurrierende Angebote zurück, um die eigene Machtposition zu festigen. Wenn Medienvielfalt und demokratischer Diskurs erhalten bleiben sollen, ist regulatorisches Einschreiten dringend geboten. Denn „digitale Souveränität“ bedeutet nicht nur, über eine unabhängige digitale Infrastruktur zu verfügen, sondern auch für eine unabhängige diskriminierungsfreie Distribution digitaler journalistischer Inhalte zu sorgen."

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