
Ströer will insolventen Callcenter-Betreiber Amevida SE übernehmen
Die Ströer SE & Co. KGaA mit Stammsitz in Köln, der primär als Deutschlands Marktführer im Bereich Out-of-Home-Medien bekannt ist, will offenkundig sein Standbein im Bereich Callcenter- bzw. Direktmarketing-Dienstleistungen ausbauen. Beim Bundeskartellamt hat Ströer den mittelbaren Erwerb von Vermögenswerten der Amevida SE angemeldet. Der in Gelsenkirchen ansässige Callcenter-Betreiber hatte am 27. Mai 2025 ein Insolvenzverfahren in Eigenregie beantragt.
Bei 1998 gegründeten Amevida-Gruppe stehen derzeit rund 2.400 Beschäftigte an zehn Standorten in Deutschland auf der Payroll. Der Umsatz lag 2024 bei rund 93 Millionen Euro - also pro Kopf bei knapp 40.000 Euro. Dieser Betrag steht für Gehalt, Sozialabgaben, Miete, Technik, etc. zur Verfügung.
Mit dem Erwerb von Assets aus der Amevida-Gruppe kann die Ströer-Gruppe ihr Angebot im Bereich Dialogmarketing stärken, der in der Ströer X GmbH gebündelt ist. Zur Ströer X-Gruppe gehören über 7.000 Beschäftigte an 130 Standorten in Europa.
Ende Januar 2025 hatte Ströer X bereits den Spezialdienstleister Contact & Sales GmbH (rund 250 Beschäftigte an den Standorten Offenburg, Saarbrücken, Hamburg und Serbien) übernommen, der in die Avedo-Gruppe intergriert wurde. Die Avedo-Gruppe ist innerhalb der Ströer X GmbH für die Bereiche Telesales und Telemarketing zuständig.
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Peter Strahlendorf 23.09.2025

