
Statista streicht 80 Arbeitsplätze in Deutschland
Bei der 2007 in Hamburg gegründeten Statista GmbH, einem weltweit tätigen Anbieter von Marktdaten und Übersichten, steht eine umfassende Reorganiation inklusive Stellen-Abbau bevor. Die Statista GmbH gehört seit 2015 mehrheitlich dem Kölner Medien-Konzern Ströer. Derzeit ist Statista mit rund 1.400 Beschäftigten an sieben Standorten weltweit präsent.
Die Reorganisation betrifft vor allem den Bereich Content, der für die Daten-Identifikation, -Kontextualisierung und -Aggregation verantwortlich ist. In die ersten beiden Kernaufgaben wird im Zuge der neuen Daten-Strategie stärker investiert werden. Während durch eine selbst entwickelte KI-gestützte Software repetitive Standardprozesse, wie die manuelle Daten-Aggregation, zum Großteil automatisiert werden. Somit entfallen in dieser Abteilung künftig rund 80 Stellen.
Statista-CEO Marc Berg: "Aktuell erleben wir eine rasante technologische Entwicklung in Bezug auf Künstliche Intelligenz. Insbesondere der Aufstieg von Generativer KI eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten, unsere Datenkompetenz auszubauen und unsere Services für Kundinnen und Kunden weiter zu verbessern. Um dieses Potential auszuschöpfen, stellen wir uns strategisch neu auf: weg von einem Single-Platform-Mindset hin zu einem Data-as-a-Service-Unternehmen.
Gleichzeitig setzen wir auch intern vermehrt auf Generative KI, um unsere strukturellen Prozesse effizienter zu gestalten – etwa durch die Automatisierung ausgewählter Tätigkeitsfelder. Gerade im Hinblick auf die Kolleginnen und Kollegen, von denen wir uns im Zuge dessen verabschieden müssen, ist das keine Entscheidung, die wir leichtfertig treffen. Aber es ist ein unumgänglicher Teil unserer Strategie, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben und ein langfristig erfolgreiches Unternehmen aufzustellen."
Dieser Stellen-Abbau ist der erste Schritt der Reorganisation, denn im Zuge seiner DaaS-Strategie (Data-as-a-Service) will Statista kontinuierlich überprüfen, welche Strukturen, Abläufe und Produkte weiterentwickelt werden können, um flexibel zu bleiben und gezielt auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen.
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Peter Strahlendorf 15.10.2025

