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Umsätze der Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland in Mrd. Euro von 2021-2025 (Prognose) – Foto: VAUNET

VAUNET: Audio- und audiovisuelle Medien knacken 16-Milliarden-Euro-Marke

Im Jahr 2025 wird der deutsche Markt für Audio- und audiovisuelle Medien voraussichtlich erstmals einen Gesamtumsatz von über 16 Milliarden Euro erzielen. Das geht aus der aktuellen Herbstprognose des VAUNET – Verband Privater Medien hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Wachstum von 3,3 Prozent auf rund 16,2 Milliarden Euro, nach 15,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Zuwachs ist vor allem auf positive Entwicklungen bei Werbung und Nutzungsentgelten im Audio- und Video-Streaming zurückzuführen. Gleichzeitig belasten konjunkturelle Unsicherheiten und ein intensiver Wettbewerb die Branche weiterhin deutlich.

Stabile Entwicklung im Werbemarkt, Streaming legt zu

Die Werbeerlöse im Bereich Audio und Bewegtbild entwickeln sich laut VAUNET-Prognose insgesamt stabil und steigen leicht um 0,2 Prozent auf rund 6,1 Milliarden Euro. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Segmenten: Im Audiobereich wird ein Umsatzplus von 2,5 Prozent auf rund 848 Millionen Euro erwartet. Davon entfallen rund 714 Millionen Euro auf Radiowerbung, die damit ein leichtes Wachstum von 1 Prozent verzeichnet. Die Streaming-Audiowerbung legt deutlich zu und wächst um 11 Prozent auf etwa 133 Millionen Euro. Im Bewegtbildsegment bleibt der Gesamtumsatz mit rund 5,2 Milliarden Euro nahezu unverändert. Während die klassischen Fernsehwerbeerlöse um 7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurückgehen, wächst die Streaming-Videowerbung erneut zweistellig – um 15 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro – und gleicht damit die Rückgänge im linearen TV weitgehend aus.

Bezahlinhalte erreichen neuen Höchstwert

Auch die Erlöse aus Bezahlinhalten und Teleshopping entwickeln sich positiv. Für 2025 prognostiziert VAUNET ein Umsatzplus von 6,7 Prozent auf insgesamt 8,0 Milliarden Euro, womit erstmals die 8-Milliarden-Euro-Marke überschritten wird. Das Segment Pay-TV bleibt stabil bei 2,1 Milliarden Euro. Bezahlte Video-Abrufinhalte (Paid Video-on-Demand) wachsen um 9 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro, während Paid Audio um 10 Prozent auf etwa 2,2 Milliarden Euro zulegt. Die Erlöse aus Teleshopping werden ebenfalls auf Vorjahresniveau erwartet und liegen bei rund 2,1 Milliarden Euro.