
Madsack-CEO Thomas Düffert darf den nächsten M&A-Deal vollziehen - Foto: Oliver Reetz
Madsack darf Nordwest Mediengruppe übernehmen
Die Madsack Mediengruppe mit Stammsitz in Hannover darf - wie Mitte September 2025 angekündigt- wesentliche Teile der Oldenburger Nordwest Mediengruppe kaufen. Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben freigegeben. Als erstes Fachmedien hatte Medieninsider über diesen Coup berichtet.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Das Vorhaben ist aus wettbewerblicher Sicht unbedenklich. Die Verbreitungsgebiete der Zeitungen der Madsack Mediengruppe und der Nordwest Mediengruppe überlappen sich nicht, sodass nicht von einem Wettbewerbsverhältnis auszugehen ist."
Madsack verlegt regionale und lokale Tageszeitungen. Im Südosten Niedersachsens erscheinen insbesondere die Titel Hannoversche Allgemeine und Neue Presse. Die Nordwest Mediengruppe verlegt insbesondere die Nordwest-Zeitung, den Anzeiger für das Harlingerland und die Emder Zeitung in Teilen West-Niedersachsens. Daneben sind die Beteiligten in weiteren Geschäftsbereichen wie etwa Anzeigenblättern, Online-Portalen sowie Brief- und Paket-Transport tätig.
Bei Fusionen von Zeitungsverlagen untersucht das die Bonner Behörde regelmäßig die Auswirkungen sowohl auf den Leser- als auch auf den Anzeigen-Märkten. Es kann Zusammenschlüsse nur danach bewerten, ob durch die Fusion der Wettbewerb auf den betroffenen Märkten erheblich behindert würde. Dabei zieht das Bundeskartellamt die Auswahlmöglichkeiten der Leser als Kriterium heran, auch wenn die Meinungsvielfalt als solche kein eigener kartellrechtlicher Bewertungsmaßstab sein kann.
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Peter Strahlendorf 27.10.2025

