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DEFACTO: Vertical Ads Group übernimmt wesentliche Assets

Es gibt eine Teil-Lösung für die insolvente CRM-Agentur DEFACTO mit Sitz in Erlangen. Der Insolvenz-Verwalter Volker Böhm konnte im Rahmen eines Asset-Deals für einen Teil der Beschäftigten sowie einen Teil des Geschäfts eine "Zukunft" finden können. Die Vertical Ads Group, die 2006 von Ralf Fischer in Nürnberg gegründet wurde, übernimmt mit Wirkung zum 3. November 2025 knapp 40 Beschäftigte sowie die technischen Bereiche mit Ausnahme der Unit ServiceNow. Also bleiben der Standort Erlangen sowie der überwiegende Teil der Technologie-Bereiche bestehen. Die Bereiche Verwaltung, ServiceNow und Business Consulting werden nicht weitergeführt. Die Tochtergesellschaften DEFACTO BeOne und Cintellic Consulting Group waren bzw. sind von der Insolvenz der DEFACTO GmbH nicht betroffen.

Die Vertical Ads Group ist als Performance Marketing-Anbieter mit über 200 Beschäftigten in zehn Offices in Europa sowie Südamerika präsent. Sie erzielte 2024 einen Umsatz von 156 Millionen Euro. Zusammen mit dem DEFACTO-Team dürften nun um die 250 Beschäftigte auf der Payroll stehen.

Die Schlusskurve beim Insolvenz-Verfahren der der Erlanger CRM-Agentur DEFACTO verlief offenkundig deutlich zäher als zunächst erwartet worden war. Anfang August 2025 hieß es, dass sich viele Interessenten bei der Kanzlei Schultze & Braun gemeldet hätten

Doch das nach wie vor schwierige Marktumfeld und die unsicheren Perspektiven haben laut Volker Böhm maßgeblich dafür gesorgt, "dass es für die DEFACTO GmbH keine Gesamtlösung gegeben hat und trotz intensiver Verhandlungen bis zuletzt kein Angebot für den Customer Service mit seinen rund 30 Mitarbeitenden und den Bereich Business Consulting mit rund 20 Mitarbeitenden abgegeben wurde".

Faktisch hat also nur ein Viertel der zunächst 150 von der Insolvenz betroffenen Beschäftigten den Job behalten. Rund 50 DEFACTO-Beschäftigte hatten die Agentur nach der Insolvenz-Anmeldung verlassen und sich beruflich neu orientiert. Somit hat der Insolvenz-Verwalter für über ein Viertel der Beschäftigten den Job erhalten können.

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