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WPP: Aktien stürzen nach erneuter Gewinnwarnung weiter ab

Die britische Agentur-Holding WPP, einst als Money-Making-Machine hochgelobt, befindet sich offenkundig in größere Schwierigkeiten als erwartet. Im dritten Quartal 2025 hat WPP ein Minus von knapp sechs Prozent beim Brutto-Umsatz hinnehmen müssen und reduziert daher ein weiteres Mal die Erwartungen für das gesamte Jahr 2025. Die Reaktion an der Börse folgte prompt: die WPP-Aktie fiel am 30. Oktober 2025 von 4,08 auf 3,50 Euro und am 31. Oktober 2025 um weitere 12 Cent auf nur noch 3,38 Euro. Im Vergleich zu Anfang Juni 2025 ist das eine Halbierung des Wertes. Anfang 2025 war WPP rund das Dreifach wert. 

Im dritten Quartal 2025 erzielte WPP einen Brutto-Umsatz in Höhe von 2,46 Milliarden Pfund ( 2,78 Milliarden Euro) - das sind 5,9 Prozent weniger im Vorjahres-Quartal. Der Umsatz für den Zeitraum Januar bis September 2025 beläuft sich auf 7,49 Milliarden Pfund (8,46 Milliarden Euro) - das sind 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Ein Blick auf die Umsatz-Entwicklung in den Regionen  zeigt, dass es in Western Continental Europe mit einem Minus von 4,4 Prozent noch am besten lief (dabei war Spanien der Outperformer im positiven Sinn und Deutschland der Looser). Besonders hoch war das Minus in Großbritannien mit  -8,9 Prozent. In China gab es ebenfalls ein Umsatz-Minus in Höhe von zehn  Prozent.

In allen Kunden-Segmenten gab es in Q3/2025 mit Ausnahme von Healthcare & Pharma ( +6,7%) durchweg rückläufige Umsätze. Dieses Segment steuert 12 Prozent zum Gesamtumsatz bei. 

Für die neue CEO Cindy Rose, die erst Anfang September 2025 die Aufgaben von Mark Read übernahm, sind die Herausforderungen nun noch größer geworden. Sie stellt fest, "dass unsere jüngste Performance nicht akzeptabel ist, und wir ergreifen Maßnahmen, um hier Abhilfe zu schaffen.".

Helfen sollen Umbau- und Sparmaßnahmen sowie die neue KI-gestrieben Plattform WPP Open Pro und eine Tech-Partnerschaft mit Google. Cindy Rose: "Wir werden beim Kapitaleinsatz einen disziplinierten Ansatz verfolgen, wobei der Schwerpunkt auf Kosteneffizienz und der Aufrechterhaltung einer starken Bilanz liegt. Wir werden den Bereichen unseres Geschäfts Vorrang einräumen, in denen wir den größten Shareholder Value erzielen können."

 

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