
Die DFL darf wie geplant bei der Sport-Streaming-Plattform Dyn einsteigen - Foto: Dyn
Kartellamt gibt DFL-Einstieg bei Dyn frei
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) darf wie geplant bei der Sport-Streaming-Plattform Dyn von Axel Springer und Ex-DFB-Boss DFL-Geschäftsführer Christian Seifert einsteigen. Das Bundeskartellamt in Bonn hat das Vorhaben der DFL, rund 6,5 Prozent an Dyn Media zu erwerben, freigegeben.
Im Sommer 2025 wurde publik, dass neben der DFL auch die Schwarz-Gruppe, die hinter Lidl und Kaufland steht, bei Dyn an Bord kommt (new business berichtete). Sie verfügt über Anteile von 42,5 Prozent - genauso viel wie Axel Springer, dass bisher Mehrheitseigner des Unternehmens war. Die Europäischen Kommission hatte den Einstieg der Schwarz-Gruppe bereits kürzlich genehmigt. Dritter Gesellschafter ist Christian Seifert mit rund neun Prozent der Anteile.
Mögliche Auswirkungen auf die kartellrechtliche Prüfung der Zentralvermarktung der Bundesligarechte waren nicht Gegenstand des Kontrollverfahrens. "Durch die Beteiligung entsteht keine wettbewerblich bedenkliche Marktposition des einen oder des anderen Unternehmens. Der Zugriff auf den technischen Dienstleister Dyn verstärkt auch nicht die starke Position der DFL bei der Vergabe der Fußball-Medienrechte", sagt Kartellamts-Präsident Andreas Mundt.
Mit der Beteiligung an Dyn verfügt die DFL nun über Anteile an einer Plattform, die sie perspektivisch auch für die Vermarktung der Bundesliga-Rechte nutzen könnte. Derzeit konzentriert sich Dyn auf Sportarten abseits von Fußball. DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel erklärte im Sommer: "Die weltweiten Medienmärkte verändern sich genauso wie das Nutzungsverhalten. Die Steigerung der Erlöse bei der nationalen Medienrechte-Ausschreibung sichert eine gute wirtschaftliche Perspektive für die nächsten Jahre. Zusätzlich zu verlässlichen Medienpartnerschaften gehört es zugleich zur unternehmerischen Strategie und Verantwortung der DFL, auch neue Vermarktungsoptionen für die Bundesliga und 2. Bundesliga zu prüfen." Durch die Beteiligung an Dyn Media verfüge die DFL "als Gesellschafter über direkten Zugang zu einem Unternehmen, von dessen Expertise und moderner technischer Lösung insbesondere für die Erstellung und Distribution von Medienprodukten wir überzeugt sind", sagt Merkel weiter.
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Marcel Kodura 06.11.2025

