
ProSiebenSat.1 verzeichnete im dritten Qurtal 2025 einen Konzernumsatz von 820 Millionen Euro - Foto: ProSiebenSat.1
ProSiebenSat.1 muss Umsatzrückgang verkraften
Im Zuge der weiter anhaltenden TV-Werbekrise hatte ProSiebenSat.1 seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Das dritte Quartal 2025 hat der TV-Konzern mit Sitz in Unterföhring nun aber im Rahmen seiner angepassten Erwartungen abgeschlossen. So hat die TV-Sendergruppe in den vergangenen drei Monaten einen Konzernumsatz von 820 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 882 Millionen Euro.
In einem "herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld" lag der Umsatz damit um sieben Prozent unter Vorjahr. Organisch, das heißt bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen, sank dieser um zwei Prozent. Auf Neunmonatssicht betrug der Konzernumsatz 2,515 Milliarden Euro nach 2,656 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Dies ist ein Rückgang um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beziehungsweise organisch um zwei Prozent.
Das adjusted Ebitda sank gegenüber dem dritten Quartal 2024 um 27 Prozent auf 76 Millionen Euro. Gründe hierfür war das schwächere TV-Werbegeschäft und die Entkonsolidierung von Verivox. "Die Umsatzentwicklung spiegelt die Konjunkturlage sowie die verhaltene Investitionsbereitschaft in Werbung wider", teilt ProSiebenSat.1 mit. Besonders deutlich zeige sich dies im linearen TV-Werbegeschäft.
Dennoch konnte die Streaming-Plattform Joyn erneut ein Wachstum verzeichnen. So erzielte Joyn bei den AVoD-Umsätzen ein Plus von 42 Prozent, im Neunmonatszeitraum stiegen die AVoD-Umsätze um 48 Prozent. Kompensiert werden konnten die Rückgänge aus dem linearen TV damit aber nicht. Während die gesamten Werbeumsätze im Segment Entertainment im dritten Quartal 2025 um sechs Prozent zurückgingen, bewegten sich die digitalen & smarten Werbeerlöse in der DACH-Region mit plus ein Prozent nur minimal über Vorjahresniveau.
Der Außenumsatz des für den Konzern wichtigen Segments Entertainment belief sich im dritten Quartal 2025 auf 546 Millionen Euro und lag damit um sechs Prozent (33 Mio. Euro) unter dem Vorjahreswert.
Eine Erholung erwartet der Konzern bis zum Jahresende nicht. Für das vierte Quartal – dem für das Unternehmen wichtigsten Quartal – rechnet ProSiebenSat.1 mit einem Rückgang der Entertainment-Werbeeinnahmen in der DACH-Region "im niedrigen einstelligen Prozentbereich".
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Marcel Kodura 13.11.2025

