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Nach rund fünf Jahren als Geschäftsführer hört Stefan Ottlitz beim Spiegel-Verlag auf - Foto: Anna Dittrich/Der Spiegel

Stefan Ottlitz verlässt den Spiegel

Die Spiegel-Gruppe in Hamburg nimmt Veränderungen in der Geschäftsführung vor: Co-Chef Stefan Ottlitz geht von Bord. Er hatte seit 2020 zusammen mit Thomas Hass den Verlag geleitet. Ottlitz scheide auf eigenen Wunsch aus, um "beruflich einen neuen Impuls zu setzen", teilt das Medienhaus mit. Hass leitet das Unternehmen ab sofort als alleiniger Geschäftsführer.

Ottlitz war 2018 von der Süddeutschen Zeitung zurück zum Spiegel-Verlag gewechselt. Seitdem war er Leiter der Produktentwicklung und hatte unter anderem an der Konzeption von Spiegel+ und dem Relaunch von Spiegel Online mitgewirkt. Vor seinem Wechsel zur SZ war Ottlitz bereits Chef vom Dienst, Textchef und geschäftsführender Redakteur von Spiegel Online. Bei der SZ war er seit 2011 Chefredakteur des Digitalangebots SZ.de und seit 2014 auch Mitglied der Chefredaktion der SZ. Frühere Stationen waren unter anderem die Abendzeitung und die Financial Times Deutschland.

Spiegel will Führungsteam neu aufstellen

Markus Brauck, Vorsitzende der Mitarbeiter KG, erklärt: "Wir sind Stefan Ottlitz zu großem Dank verpflichtet. Er hat die ökonomisch und publizistisch sehr erfolgreiche Strategie des Spiegel in den letzten Jahren entscheidend mitgestaltet, vor allem beim digitalen Abo-Modell, der Erweiterung der Marke und neuen Produkten. Es war ein Glücksfall für den Spiegel, ihn in dieser Zeit der digitalen Transformation mit seinem Elan an Bord zu haben. Wir wünschen ihm für die nächste Lebensetappe alles Gute. Mit dem Weggang von Stefan wird Thomas Hass, der den Spiegel ab sofort als alleiniger Geschäftsführer leitet, sein Führungsteam neu aufstellen. Dazu wird der Verlag in den nächsten Tagen informieren."

Hass ergänzt: "Ich danke Stefan Ottlitz für die sehr gute und enge Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Er hat die digitale Transformation des Spiegel entscheidend mitentwickelt und vorangebracht und dabei wichtige Impulse für unsere Produkte, Prozesse und die Weiterentwicklung unserer Marke gesetzt. Sein strategischer Blick und seine Gestaltungsfreude haben das Haus nachhaltig geprägt. Für seine nächsten Schritte wünsche ich ihm persönlich und beruflich alles Gute."

Ottlitz sagt zu seinem Abschied: "Meine acht Jahre in verantwortlichen Rollen beim Spiegel waren von einer umfassenden Transformation unserer Produkte und Prozesse geprägt. Ich bin allen Kolleg:innen im Haus sehr dankbar dafür, dass ich vieles in vorderster Reihe mitgestalten durfte, immer mit dem Ziel, die wirtschaftliche und journalistische Unabhängigkeit unserer Marken langfristig zu sichern. Meinem langjährigen Kollegen Thomas Hass möchte ich besonders für eine enge Zusammenarbeit danken, wie man sie im Job nur selten erlebt."

Ottlitz weiter: "Zur Unabhängigkeit gehört, sich persönlich immer wieder die Frage zu stellen, was man im Leben noch machen will. Ich habe für mich entschieden, an diesem Punkt wieder einen neuen Impuls zu suchen. Ich habe darüber früh das Gespräch mit unseren Gesellschaftern gesucht, wir haben wie immer in den vergangenen Jahren gut zusammengefunden. Ich freue mich, den Spiegel in den nächsten Monaten als Berater zu begleiten, und wünsche dem gesamten Unternehmen und Team alles Gute für die Zukunft."

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