
Das Bundeskartellamt hat dem NOZ-SVP-Deal zugestimmt - Foto: SKN (c) Till Oliver Becker
NOZ darf Ostfriesischen Kurier und Norderneyer Badezeitung übernehmen
Gerade mal einen Monat, nachdem die NOZ/mh:n Mediengruppe mitgeteilt hatte, sich mit dem Soltau Kurier Vertrieb (SKN) bezüglich der Übernahme der beiden regionalen Tageszeitungen Ostfriesischer Kurier und Norderneyer Badezeitung einig geworden zu sein, hat auch das Bundeskartellamt am 27. November 2025 dem Vorhaben zugestimmt.
Im Detail geht es um die Veräußerung der Ostfrfriesischer Kurier GmbH und der dazugehörenden Zustellgesellschaft Soltau-Kurier-Vertrieb GmbH. Beide Unternehmen sind bereits seit Ende 2019 durch ein Kooperationsabkommen eng miteinander verbunden. Die nun genehmigte komplette Übernahme ist mithin ein logischer Schritt, der aus Sicht von Charlotte Basse, geschäftsführende Gesellschafterin der in Emden und Norden ansässigen SKN Mediengruppe, die Zukunft beider Firmen sichert. Im Hinterkopf dürfte sie dabei die Insolvenz-Anmeldung der Druck-Töchter des Medienhauses im Juni 2025 gehabt haben.
Das Bundeskartellamt begründet die durchaus schnelle Genehmigung der Übernahme damit, dass sich die Verbreitungsgebiete der in den Verlagshäusern erscheinenden Titel nicht überschneiden.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Das Vorhaben ist aus wettbewerblicher Sicht unbedenklich. Die Verbreitungsgebiete der Zeitungen der NOZ-Mediengruppe einerseits und des Ostfriesischen Kuriers und der Norderneyer Badezeitung andererseits überschneiden sich nicht, sodass es sich bei ihnen nicht um direkte Wettbewerber handelt."
Diese Übernahme im niedersächsischen Zeitungsmarkt muss auch vor dem Hintergrund der Übernahme der Nordwest Zeitung duch die Madsack-Gruppe gesehen werden, die Ende Oktober 2025 grünes Licht vom Bundeskartell erhielt.
Claudia Bayer 28.11.2025

