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RTL plant massiven Stellen-Abbau in Deutschland

Bei der RTL Group steht in Deutschland ein größerer Abbau von Arbeitsplätzen bevor. Die Bertelsmann-Tochter mit Headquarter in Köln will rund 600 Stellen streichen - das wären rund acht Prozent der bis dato rund 7.500 Arbeitsplätze in Deutschland. 

Mitte November 2025 hatte RTL bereits die Umsatz-Prognosse für das Jahr 2025 gesenkt. Als Gründe werden die Veränderungen bei der TV-Nutzung sowie sinkende Werbe-Erlöse genannt - eine Folge der schwachen Konjunktur-Entwicklung in Deutschland und in Europa. Der Abschmelz-Prozess bei den Werbe-Erlösen läuft schon länger - in den vergangenen sechs Jahren hat RTL über 20 Prozent seiner Werbe-Einnahmen verloren. 

Durch das deutlich wachsende Streaming-Angebot konnten diese Mindereinahmen nicht aufgefangen werden. Jetzt muss sich das Medien-Haus in wesentlichen Bereichen neu erfinden. Es soll weiterhin massiv in den Ausbau des Streaming-Dienst RTL+ investiert werden, der soll 2026 profitabel werden. 

Stephan Schmitter, CEO RTL Deutschland: "Der Medienmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Um langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben, richten wir RTL Deutschland noch konsequenter auf das Streaming Geschäft aus. Mit dem dynamischen Wachstum von RTL+ und der geplanten Übernahme von Sky haben wir eine starke Basis für künftigen Erfolg. Dabei stehen unsere Inhalte und unsere publizistische Verantwortung weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten – mit gezielten Investitionen in Unterhaltung, Sport und Nachrichten sowie neue Technologien für unser Publikum von heute und morgen. Um die dafür erforderlichen Strukturen und Ressourcen zu schaffen, haben wir gemeinsam mit den Betriebsräten ein Programm entwickelt, das den notwendigen Personalabbau so fair und verantwortungsvoll wie möglich gestalten soll – mit großem Respekt und Dankbarkeit gegenüber allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Diese Maßnahmen sind tiefgreifend, aber zwingend notwendig und werden die Position von RTL Deutschland angesichts der strukturellen und konjunkturellen Herausforderungen nachhaltig stärken."

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