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Die "Demokratie" bekommt einen eigenen Newsletter - Abb.: dpa

Fünf Nachrichtenagenturen starten globalen Informationsdienst Democracy News Alliance

Die aktuelle politische Entwicklung wird vielfach als Bedrohung der Demokratie gewertet. Vor diesen Hintergrund haben sich fünf internationale Nachrichten-Agenturen entschieden, die Democracy News Alliance (DNA) zu gründen und unter diesem Label einen neuen Nachrichtendienst zur systematischen Beobachtung demokratischer Prozesse zu starten. 

Damit sollen spezifischen Informationsbedürfnisse von internationalen Organisationen, NGOs, Thinktanks, Stiftungen, Regierungsstellen, Verbänden und Unternehmen gedeckt werden. Ziel dieses Angebots ist es, Entscheidungsträgern dabei helfen, politische Prozesse und gesellschaftliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und zu analysieren.

Hiner der Democracy News Alliance stehen die neben der dpa aus Deutschland noch Agence France-Presse (AFP, Frankreich), Agenzia Nazionale Stampa Associata (ANSA, Italien), The Canadian Press (CP, Kanada) und PA Media (Großbritannien). Die Associated Press (AP, USA) unterstützt das Projekt inhaltlich.

Die Inhalte dieses englischsprachigen Nachrichtendienstes werden auf der Site democracy-news.org bereitet gestellt. Ergänzt wird das Angebot durch einen regelmäßigen Newsletter mit kuratierten Nachrichten.

Die redaktionelle Auswahl basiert auf einem wissenschaftlich validierten System von Indikatoren, das zusammen mit dem international renommierten Forschungsprojekt Varieties of Democracy (V-Dem) an der Universität Göteborg entwickelt wurde. Mit Hilfe von 106 Einzelindikatoren lassen sich strukturelle Veränderungen in zentralen Bereichen der demokratischen Ordnung von Ländern weltweit systematisch und kontinuierlich beobachten, einordnen und journalistisch beschreiben.

dpa-CEO Peter Kropsch: "Die Democracy News Alliance schließt mit ihrem Angebot eine große Lücke. Diese Lücke existiert zwischen den minutenaktuellen Medien-Veröffentlichungen einerseits, die im schnellen Takt ihre Themen wechseln, und andererseits den langgestreckten Publikationsrhythmen, in denen Forscherinnen und Forscher neue Erkenntnisse über Politik, Gesellschaft und Demokratie veröffentlichen. Die DNA wird auch dann über Entwicklungen zu wichtigen Themen wie Meinungs- und Pressefreiheit, Fairness von Wahlen, Gleichstellung der Geschlechter oder politische Korruption berichten, wenn ein Land gerade nicht im Scheinwerferlicht aktueller Berichterstattung steht."

Koordiniert wird das DNA-Projekt bei dpa von Thorsten Matthies, Non Executive Vice President, und Christian Röwekamp, der auf seine Erfahrungen in der Leitung multinationaler Teams als Editorial Director des European Newsrooms in Brüssel aufbaut und nun zusätzlich die Redaktionsleitung der Democracy News Alliance übernimmt. Partner für die technische Umsetzung (Content Management System und Website) ist das Unternehmen Sourcefabric in Prag.

 

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