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Pressekauf im Handel erfordert eine effiziente Grosso-Struktur - und genau dieses System wollen die Verlage im großen Stil reformieren - Foto: Presse Fachverlag

Neue Entwicklung zur Reform des deutschen Pressevertriebs

In die Reformierung des deutschen Pressevertriebs kommt wieder Bewegung. Zuletzt hatte sich die Umsetzung jener Pläne, die die Verlagsgruppe "Fit for Future" ausgearbeitet hat, um über ein Jahr verzögert, da zunächst eine Freigabe bzw. Duldung des Bundeskartellamts erforderlich ist – und die Bonner Behörde die Pläne sehr genau prüft. Nun berichtet jedoch das Fachmagazin DNV – Der Neue Vertrieb von ersten konkreten Schritten, die in Richtung Umsetzung der Pläne zielen.

Demnach haben die sogenannten Systempartner – also jene Grossisten, mit denen die Verlage bei der Reform zusammenarbeiten – die Gründung neuer Zentralgesellschaften beim Bundeskartellamt angemeldet. Besagte Gesellschaften sollen im künftigen System wichtige administrative und vertriebliche Aufgaben zentrale übernehmen. Die FFF-Gruppe sei "sehr optimistisch" bezüglich ihrer Pläne und man rechne nun im Februar 2026 mit einer Rückmeldung des Bundeskartellamts.

Der Pressevertrieb von Print-Produkten ist für die Verlage nach wie vor eine wichtige Erlössäule. Entsprechend bedeutsam ist die Reform des dahinterstehenden Vertriebssystems für die FFF-Gruppe. Die Pläne berücksichtigen jedoch acht der aktuell am Markt arbeitenden Grossisten in ihrer jetzigen Form nicht. Entsprechend wehren sich besagte Grosso-Firmen (auch bekannt als "Siegburger Kreis") gegen die Pläne. Dies könnte – selbst im Falle einer Freigabe/Duldung des Kartellamts – noch rechtliche Auseinandersetzungen zur Folge haben.

Alle Details dazu lesen Sie bei DNV Online.